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Bundeskanzlerin Merkel hat sich in Moskau mit dem russischen Präsidenten Putin getroffen. Auf der Agenda standen vor allem die Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten.

Der Arbeitsbesuch dauerte länger als geplant. Angela Merkel und Wladimir Putin nahmen sich trotz unterschiedlicher Interessen und Auffassungen Zeit, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Im Vordergrund sei die Lage in Libyen gestanden. Beide Seiten sind sich einig, dass der Gewalt dort ein Ende gesetzt werden muss.

In dem Land gilt seit Mitternacht eine Waffenruhe zwischen der international anerkannten Regierung und dem Milizenführer Chalifa Haftar, der von Russland unterstützt wird. Wie SWR-Korrespondentin Anne Allmeling berichtet, bleibt die Lage in Libyen angespannt.

Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine

Merkel und Putin sprachen sich auch für eine dauerhafte Waffenruhe in der Ostukraine aus. Dort hat es Ende des vergangenen Jahres einen Austausch von 200 Gefangenen gegeben - prorussische Separatischen und ukrainische Soldaten.

"Miteinander zu sprechen ist besser, als übereinander zu sprechen."

Angela Merkel in Moskau

Ausgehandelt wurde der Austausch beim Ukraine-Gipfel in Paris, bei dem sich Merkel und Putin zuletzt getroffen hatten. In die russische Hauptstadt war sie im Mai 2015 zu den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges gereist.

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