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Die Bundesregierung will die Meisterpflicht wieder einführen - zumindest in einigen Berufen. Seit 2004 waren in vielen Berufen keine besonderen Qualifikationsnachweise mehr nötig, um sich selbständig zu machen.

Fliesen- und Parkettleger, Rollladentechniker oder Orgelbauer - für mehr Qualität soll in diesen Berufen künftig wieder die Meisterpflicht gelten. Darauf einigte sich die schwarz-rote Koalition. Die Meisterpflicht soll ab Anfang 2020 für insgesamt zwölf Berufe wieder eingeführt werden.

Treffen im Wirtschaftsministerium

Das teilten Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann und SPD-Fraktionsvize Sören Bartol nach einem Treffen am Montag mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit. "Unser Ziel ist, mehr Qualität für die Kundschaft und mehr Nachwuchs im Handwerk durch eine bessere Ausbildung", sagten Bartol und Linnemann.

Eine entsprechende Gesetzesvorlage könne noch im September beschlossen und bis Jahresende umgesetzt werden, hatte Altmaier am Sonntag den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt.

"Die geplanten Korrekturen ermöglichen wieder mehr Ausbildung, mehr Qualifikation, mehr Qualität, mehr Gewährleistungs- und Verbraucherschutz"

Peter Wollseifer, Handwerkspräsident

Im Zuge der großen Handwerksreform im Jahr 2004 war die Meisterpflicht für 52 Berufe aufgehoben worden. Viele Berufsverbände hatten sich jedoch für eine Rückkehr zur Meisterpflicht stark gemacht.

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