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Zwei Kinder im Kindergarten bei der Polonaise

Kampf gegen Kinderarmut Mehr Geld ist nicht alles

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Erwachsene und Kinder gefragt, was ihrer Ansicht nach gegen Kinderarmut unternommen werden sollte. Ein wichtiges Ergebnis des Kinderreports 2018: mehr Geld ist nicht alles.

Deutschland tut zu wenig gegen Kinderarmut. Das ist das Ergebnis des Kinderreports 2018. Knapp zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass sich Staat und Gesellschaft viel mehr engagieren müssten.

Ein bitteres Zeugnis für das reiche Deutschland findet der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks Thomas Krüger. Dabei stelle er durchaus Veränderungen fest. Im Koalitionsvertrag 2013 kam das Wort "Kinderarmut" gar nicht vor. Jetzt schon, bestätigt der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Viele Maßnahmen gegen Kinderarmut

Von der Erhöhung des Kindergelds, Kinderfreibetrags und Kinderzuschlags bis hin zum Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen hätten Union und SPD viele Maßnahmen beschlossen, die Kinderarmut entgegen wirken können. Eine Kindergrundsicherung wie das Kinderhilfswerk sie fordert, sei aber mit der Union nicht zu machen.

Fragt man übrigens die Kinder selbst, wünschen sie sich gar nicht unbedingt mehr Geld, sondern kostenlose Bücher, Schulmaterialien, eine bessere Betreuung an Schulen oder Gratismittagessen an Schulen und Kitas. Außerdem sollten die Ganztagsbetreuung und Kultur- und Sportangebote finanziert werden.

Teilhabe als Schlüssel für eine gute Kindheit

Das deckt sich mit den Erfahrungen des Kinderhilfswerks. Teilhabe, also zum Beispiel beim Sportverein mitmachen zu können, sei der Schlüssel für eine gute Kindheit.

Anita Fünffinger, ARD-Hauptstadtkorrespondentin | Online: Amelie Heß