Strompreis (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Arno Burgi)

Sommerzeit, Strompreise, Ramadan

Das wird wichtig im März 2024 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Stand

Was ändert sich für die Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März 2024. Was wird wichtig? Ein Überblick.

"Klimastreik" im ÖPNV

Gleich zu Beginn des Monats März ist mit Streiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu rechnen - denn die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future und ver.di rufen gemeinsam unter dem Motto "Wir Fahren Zusammen" für den 1. März zu einem deutschlandweiten Klimastreik auf. Gemeinsam wollen Klimaschutzaktivisten und Gewerkschaft bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV durchsetzen. Ohne eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs seien die Klimaziele nicht zu erreichen, erklärte ver.di-Chef Frank Werneke in einer Mitteilung.

Gas und Fernwärme bald wieder teurer

Die Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme war im Oktober 2022 wegen des Ukraine-Krieges und den Auswirkungen auf den Gasmarkt auf sieben Prozent abgesenkt worden. Jetzt soll sie wohl ab April 2024 wieder auf 19 Prozent angehoben werden.

Ursprünglich hätte zum 1. März die Ermäßigung für die Mehrwertsteuer für Gas und Fernwärme wegfallen sollen. Durch die ganzen Diskussionen und Beratungen zum Wachstumschancengesetz der Bundesregierung verschiebt sich dieser Termin nun. Die Ermäßigung soll nun doch erst Ende März auslaufen - einen Monat später als geplant. Das geht aus dem Ergebnis des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat zum Wachstumschancengesetz hervor. Nach der vom Bundestag beschlossenen Fassung war noch von einem Auslaufen der Senkung Ende Februar die Rede. So stand es auch in einer vorigen Fassung an dieser Stelle. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bundesrat bei seiner Sitzung am 22. März dem Ergebnis der Vermittlungsausschusses zustimmt. Den Bundestag hat das Gesetz bereits passiert.

Viele Stromanbieter erhöhen Preise

Nicht nur Gas und Fernwärme werden im März teurer, auch viele Stromanbieter erhöhen ihre Preise. Kunden der EnBW haben allerdings noch einen Monat "Schonfrist", für sie erhöhen sich die Preise erst im April.

Haushaltgeräte müssen klimafreundlich sein

Kühlschränke, Waschmaschinen oder Gefrierschränke: Haushaltsgeräte mit besonders hohem Stromverbrauch dürfen ab März nicht mehr an Kunden verkauft werden. Denn: Ab März gilt eine neue Mindestklasse für Kühl- und Gefriergeräte. Neugeräte müssen mindestens der Klasse E des EU-Energie-Labels entsprechen. Das EU-Label geht von A (niedrigster Energieverbrauch) bis G (höchster Energieverbrauch).

Umzugspauschale für Steuererklärungen steigt

Wer wegen eines neuen Jobs umzieht, kann die Kosten dafür von der Steuer absetzen. Zum 1. März wird die Umzugskostenpauschale für Alleinstehende auf 964 Euro erhöht (zuvor: 886 Euro). Ziehen zeitgleich auch der Ehe- oder Lebenspartner und/oder Kinder mit um, können jeweils weitere 643 Euro (zuvor: 590 Euro) geltend gemacht werden. Die Pauschale gibt es auch dann, wenn sich durch einen Umzug der Arbeitsweg zu einem bestehenden Job durch einen Umzug um eine Stunde oder mehr verkürzt.

Registrierung für Kulturpass startet: 100 Euro zum 18. Geburtstag

Alle, die im Jahr 2006 geboren wurden, bekommen als Geschenk von der Bundesregierung den Kulturpass, einen Gutschein im Wert von 100 Euro für Kultur. Wer ihn haben will, muss sich dafür auf der Kulturpass-Website per Online-Ausweis-Verfahren registrieren. Das Guthaben kann für verschiedene Dinge eingelöst werden. Dazu zählen Konzerte, Kinobesuche, aber auch Bücher und Schallplatten. Ab dem 1. März ist die Registrierung für den Kulturpass möglich.

Neues Versicherungsjahr für Kleinkrafträder beginnt

Bei Kleinkrafträdern muss das Versicherungskennzeichen ausgetauscht werden. Ab dem 1. März gelten die neuen blauen Kennzeichen - die alten sind dann abgelaufen. Wer es bisher versäumt hat, eines zu bestellen, sollte sich beeilen. Denn das Versicherungskennzeichen gilt als Nachweis für eine bestehende Haftpflicht-Police. Wer das Schild bei seinem Fahrzeug nicht rechtzeitig ersetzt, macht sich strafbar. Neben Kleinkrafträdern wie Mofas, Mopeds und Rollern mit einem maximalen Hubraum von 50 Kubikzentimetern oder bis zu einer Motorleistung von vier Kilowatt gilt die Regelung auch für motorisierte Rollstühle, vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge wie Quads mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometer pro Stunde und Elektrokleinstfahrzeuge wie Segways und E-Scooter. Für letztere wurde aufgrund der Größe generell eine kleinere Version der Versicherungsplakette zum Aufkleben eingeführt.

Ramadan beginnt

Am 10. März beginnt für viele Muslime der Fastenmonat Ramadan. Auch in Deutschland verzichten viele Muslime zwischen dem 10. März und dem 9. April zwischen Sonnenaufgang und -untergang unter anderem auf Essen und Trinken.

Fastenzeit für Christen endet an Ostern

Der Ostersonntag fällt 2024 auf den 31. März. Mit dem Feiertag endet die Fastenzeit für Christen. Traditionell verzichten gläubige Christen in der Fastenzeit auf den Verzehr von Fleisch - mittlerweile ist aber auch der Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten, Fernsehen, Auto oder Smartphone in Mode gekommen. Die Fastenzeit dauert vom Aschermittwoch bis zum Ostersamstag - also 46 Tage. Ostern gilt als höchstes Fest der Christen.

Die Sommerzeit kommt zurück

In der Nacht von Samstag, 30. März, auf den Sonntag, 31. März, wird uns eine Stunde weggenommen. Um 2 Uhr nachts wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt - dann gilt wieder die europäische Sommerzeit. Pluspunkt: Es wird abends später dunkel.

Zu diesen Uhrzeiten würde die Sonne im Winter und Sommer aufgehen wenn es dauerhaft Sommerzeit wäre (Foto: SWR, Maike Koller)
Wenn sich die EU-Mitgliedsstaaten auf eine dauerhafte Sommerzeit einigen würden, hätte das zur Folge, dass beispielsweise in Madrid im Sommer die Sonne um 6:44 Uhr, im Winter aber erst um 9:36 Uhr aufgehen würde. In Amsterdam würde sie Mitte Januar dann sogar erst um 9:44 Uhr aufgehen.

Internationaler Frauentag

Am 8. März ist der Internationale Frauentag. In manchen Bundesländern (Berlin, Mecklenburg-Vorpommern) ist es ein offizieller Feiertag, in Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz nicht.

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Bundeswehr übt in RLP

Die Bundeswehr veranstaltet vom 1. bis zum 6. März in Rheinland-Pfalz eine sogenannte freilaufende Übung, also ein Training außerhalb der Übungsplätze der Bundeswehr. Rund 700 Soldaten mit 190 Fahrzeugen werden dabei laut Bundeswehr in den Räumen Alzey-Worms, im Donnersbergkreis, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Kusel und Birkenfeld eingesetzt. Geleitet wird die Bataillonsgefechtsübung mit dem Namen "QUADRIGA 2024" durch das Kommando Heer. Das in Idar-Oberstein (Kreis Birkenfeld) stationierte Artillerielehrbataillon 345 beteiligt sich als Divisionstruppenteil der zehnten Panzerdivision.

Anspruch auf COVID-19-Impfung ändert sich

Gesetzlich Versicherte, die nach der Schutzimpfungs-Richtlinie keine COVID-19-Impfung benötigen, haben derzeit trotzdem Anspruch auf die Impfung, wenn eine Ärztin oder ein Arzt dies für medizinisch erforderlich hält. Ab 1. März fällt dieser erweiterte Impfanspruch laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung weg. Auf welche Impfungen gesetzlich Krankenversicherte Anspruch haben, ist in der Schutzimpfungs-Richtlinie geregelt. Diese basiert auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

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