Ein Fähnchen mit der Aufschrift «Die Linke» steht auf einem Tisch. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Silas Stein)

Klausurtagung in Berlin Linke will gegen den Rechtsruck kämpfen

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Die Linken-Bundestagsfraktion will sich auf ihrer Klausurtagung heute und morgen in Berlin mit dem Wahlmarathon 2019 beschäftigen. Für die Partei steht viel auf dem Spiel.

Für die Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, ist 2019 ein entscheidendes Jahr. Sie will gesellschaftliche Mehrheiten links der Union holen. Kipping bezeichnete diesen Anspruch im SWR als große Aufgabe für das neue Jahr:

"Ich würde sagen, das ist eine Verantwortung, die wir angesichts des Rechtsrucks vor der Geschichte haben. Wir müssen den Kampf um andere Mehrheiten aufnehmen und einen Politik- und Regierungswechsel vorbereiten."

Katja Kipping, Bundesvorsitzende die Linke

Kipping: Geeinte Linke für Landtagswahlen notwendig

Für die anstehenden Landtagswahlen habe sich die Linke deshalb folgende Ziele gesetzt: In Bremen wolle man gestärkt in die Bürgerschaft einziehen, in Brandenburg wolle man die Regierungsbeteiligung verteidigen. Außerdem in Sachsen der AfD Platz zwei streitig machen und in Thüringen wolle man den linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow verteidigen. "Wir haben ein großes Stück Arbeit vor uns und da brauchen wir eine geeinte Linke", sagte Kipping.

Weiter Meinungsverschiedenheiten in der Migrationspolitik

Vor diesem Hintergrund räumte die Linken-Bundesvorsitzende ein, die inneren Blockaden hätten der Partei nicht geholfen. Kipping spielte damit auf die Meinungsverschiedenheiten zwischen Partei- und Fraktionsspitze an, die auch im neuen Jahr weitergingen. In der Migrationspolitik bestünden inhaltliche Differenzen zu Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht.

"Es ist ja kein Geheimnis, dass Sahra Wagenknecht und ich in der Frage der Arbeitsmigration eine unterschiedliche Position haben"

Katja Kipping, Bundesvorsitzende die Linke
Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Bundestag (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Sina Schuldt)
Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht verfolgt in der Migrationspolitik einen anderen Kurs Sina Schuldt

Bei diesem Thema finde aber eine kontroverse und transparente Diskussion statt. Ende vergangenen Jahres habe man in einem gemeinsamen Papier festgestellt: "Uns eint ja ganz vieles, zum Beispiel, dass wir uns für die Flüchtlingssolidarität stark machen", sagte die Linken-Bundesvorsitzende.

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