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Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren weiter zurückgegangen, so das Statistische Bundesamt. Auch im Südwesten hören viele Bauern auf.

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland geben auf. Das Statistische Bundesamt hat erste vorläufige Zahlen aus einer umfassenden Landwirtschaftszählung vorgelegt. Demnach ging im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um zwölf Prozent zurück. Die genutzte Fläche hingegen blieb nahezu gleich. Das heißt, die Betriebe, die übrig blieben, sind größer und halten im Durchschnitt auch mehr Tiere.

Landwirte müssen zwei- oder mehrgleisig fahren

Über 40 Prozent der Betriebe wirtschaften mit mehreren Standbeinen: Vor allem Forstwirtschaft und Erneuerbare Energien sorgen hier für zusätzliche Einkommen. Bei den Biobetrieben zeigt der Pfeil auch in den letzten zehn Jahren weiter nach oben: Ihre Zahl stieg um 60 Prozent. Für die Daten wurden rund 265.000 landwirtschaftliche Betriebe befragt zu Themen wie Hofnachfolge, Pachtpreise oder Tierhaltung. Bei der Internationalen Grünen Woche hat sich Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, erneut für eine gerechte Entlohnung der Landwirte eingesetzt.

Bauernhöfen in Rheinland-Pfalz fehlen die Nachfolger

Auch in Rheinland-Pfalz gingen die Betriebszahlen in den vergangenen zehn Jahren um gut ein Fünftel zurück. Hier dominieren nach wie vor Familienbetriebe. Bei mehr als der Hälfte der rheinland-pfälzischen Betriebe ist die Betriebsleitung über 55 Jahre alt. Bei fast 80 Prozent davon gibt es bislang keine Hofnachfolge.

In Baden-Württemberg geben Bauernhöfe mit Tierhaltung auf

In Baden-Württemberg gingen die Betriebszahlen im vergangenen Jahrzehnt ebenfalls zurück – um gut elf Prozent. Bei den schweinehaltenden Betrieben hat mehr als jeder Zweite hier aufgegeben. Bei den Milchbauern haben über 40 Prozent den Betrieb eingestellt.

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