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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat den vom US-Truppenabzug betroffenen Bundesländern Unterstützung in Aussicht gestellt.

Kramp-Karrenbauer bezeichnet die Abzugspläne für die US-Truppen in Deutschland als "bedauerlich". Nach der parlamentarischen Sommerpause werde sie mit den Ministerpräsidenten der betroffenen Länder darüber reden, wie die Bundeswehr die Regionen unterstützen könne.

Der Truppenabzug trifft bisher Standorte in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg: Das bayerische Vilseck am Truppenübungsplatz Grafenwöhr, den Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Spangdahlem und die beiden Kommandozentralen für Europa und Afrika in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart.

Kramp-Karrenbauer: Europa muss selbst für seine Sicherheit sorgen

Kramp-Karrenbauer betonte zugleich, sie wolle sich dafür einsetzen, dass Europa bei der Gewährleistung seiner Sicherheit selbst mehr tut. "Zur Wahrheit gehört, dass gutes Leben in Deutschland und Europa immer mehr auch davon abhängt, wie wir selbst für unsere Sicherheit sorgen."

US-Rüstungsgeschäfte in der Diskussion

Wie weit sich Deutschland dabei vom Bündnispartner USA emanzipieren soll, darüber sind sich die Regierungsparteien Union und SPD allerdings uneins. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich wirft US-Präsident Donald Trump eine Politik aus Willkür und Druck vor. Darauf könne man keine partnerschaftliche Zusammenarbeit aufbauen und müsse deshalb auch Rüstungskooperationen neu bewerten.

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter warnt die SPD, nicht ihrerseits zu einer weiteren Entfremdung innerhalb des Bündnisses zu sorgen. Die USA sind Kiesewetter zufolge nach wie vor der wichtigste sicherheitspolitische Partner außerhalb Europas.

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