STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG

Die Kultusministerkonferenz hat sich auf einen Plan geeinigt, um die Schulabschlüsse nach dem Pandemieschuljahr gesichert über die Bühne zu bringen. Abschluss- und Abiturprüfungen sollen stattfinden.

Schülerinnen und Schüler sollen schließlich durch den von der Corona-Pandemie zerrissenen und immer wieder unterbrochenen Unterricht keine Nachteile bekommen.

Deshalb versichern die Kultusminister nun die Gleichwertigkeit der Schulabschlüsse mit jenen der Vorjahre und auch jenen, die später kommen, herzustellen. Ein Abitur ohne Prüfungen - wie von der Bildungsgewerkschaft GEW gefordert- lehnen sie ab.

Einigung auf Acht-Punkte-Plan

Dafür gibt es den Acht-Punkte-Plan, der für alle Eventualitäten etwas bietet. Zum Beispiel, dass Prüfungen auch in sonst geschlossenen Schulen stattfinden dürfen und dass mündliche Prüfungen im Notfall auch per Videokonferenz durchgeführt werden können.

"Unser heutiger Beschluss ist von dem Leitgedanken getragen, dass Schülerinnen und Schülern in diesem von der Pandemie geprägten Schuljahr keine Nachteile für ihre weitere Bildungsbiografie entstehen dürfen."

Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz

Außerdem sollen sich alle Länder an den gemeinsamen Aufgabenpool halten, müssen es aber nicht. Es soll für die Schülerinnen mehr Zeit zum Lernen, weniger Klassenarbeiten und in der Prüfung eine größere Auswahl an Themen geben.

Darüber hinaus sollen Schülerinnen und Schüler die Mögllichkeit haben, ein Schuljahr zu wiederholen - ohne das das als Sitzenbleiben gewertet wird.

Ein Schlupfloch soll es geben

Und ganz zuletzt bleibt doch noch ein Schlupfloch für Abschlüsse ohne Prüfungen offen – bei einem verschärften Pandemiegeschehen will die KMK darüber beschließen, wie dann die Zuerkennung eines gleichwertigen Abiturs und die gegenseitige Anerkennung gewährleistet werden könne.

Die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz sind Empfehlungen, da die Bundesländer selbst über die Schulpolitik entscheiden.

Mehr zum Thema

Kinderärzte fordern Wiederöffnung von Schulen und Kitas "Alles unternehmen, dass sie aufbleiben"

Der Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Hans-Iko Huppertz, fordert, Schulen und Kitas möglichst bald wieder zu öffnen. Er fürchtet langfristige Folgen für die Jugendlichen.  mehr...

Dreyer nach Corona-Gipfel von Bund und Ländern Schulen bleiben in Rheinland-Pfalz im Fernunterricht - Hilfen angekündigt

Rheinland-Pfalz folgt weitgehend der am Dienstag von Bund und Ländern beschlossenen Linie bei den Corona-Regeln. Doch bei dem Thema Schule und Kitas geht das Land wieder seinen eigenen Weg.  mehr...

20. Januar - SWR1 Thema heute Fernunterricht geht noch vier Wochen weiter

Nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern gestern steht fest: Kinder und Jugendliche müssen in Rheinland-Pfalz bis zum 14. Februar nicht in die Schule gehen.  mehr...

SWR1 Der Tag in Rheinland-Pfalz SWR1 Rheinland-Pfalz

STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG