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Die Deutsche Luftfahrtbranche will laut einem Medienbericht offenbar ein eigenes Klimapaket vorlegen. Eine entsprechende Erklärung liegt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vor.

"Wir wollen erreichen, dass die verkehrsbedingten CO2-Emmissionen auf null sinken", zitiert die Zeitung aus dem Papier. Das Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft soll es schon abgenickt haben, daran beteiligt waren unter anderem die Chefs der großen deutschen Flughäfen und Manager von Lufthansa, Eurowings oder TUI.

Herstellung von E-Fuels bereits möglich - aber teuer

Der wichtigste Vorschlag: Die Einnahmen aus der deutschen Luftverkehrssteuer sollen verwendet werden, um synthetische Kraftstoffe marktreif zu machen. Im vergangenen Jahr waren das laut FAZ 1,2 Milliarden Euro. Die Herstellung sogenannter E-Fuels aus Wasserstoff und CO2 ist längst möglich, auch als Ersatz für Kerosin. Allerdings kostet die Produktion von Wasserstoff viel Strom, deshalb sind E-Fuels bisher teuer und haben keine gute Energiebilanz.

Einen Zeitplan für diese Idee stellt die Branche in ihrem Papier allerdings nicht auf. Grundsätzlich sei man auch dazu bereit, innerdeutsche Flüge zu streichen. Das sei aber nur sinnvoll, wenn es alternativ gute Schnellbahnstrecken gebe.

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