STAND
REDAKTION

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat den "Kinderrechte-Index" vorgestellt. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schneiden dabei sehr unterschiedlich ab.

Für den "Kinderrechte-Index" wurden öffentlich verfügbare Daten und eigene Daten des Kinderhilfswerks ausgewertet. Untersucht wurden dabei fünf Aspekte: das Recht auf Beteiligung, Gesundheit, einen angemessenen Lebensstandard, Bildung und das Recht auf Ruhe, Freizeit und Erholung.

Ein Ergebnis des "Kinderrechte-Index": Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind in Sachen Kinderrechte sehr unterschiedlich unterwegs.

Rheinland-Pfalz schneidet besser ab als Baden-Württemberg

In Rheinland-Pfalz werden unter anderem der Schülerlandtag positiv bewertet. Baden-Württemberg punktet mit kostenlosen Lernmitteln und der Kommunalwahl ab 16. Nicht gut bewertet wurden die Ausgaben für die Kindertagesbetreuung: Mit 0,65 Prozent der Wirtschaftsleistung hat Baden-Württemberg den zweitschwächsten Wert deutschlandweit.

Die Autoren der Studie hoffen, dass "Baden-Württemberg den Kinderrechte-Index zum Anlass nimmt, von den Stärken anderer Bundesländer zu lernen, die Verbesserungsbedarfe ihrer Kinder- und Jugendpolitik zu überprüfen und diese gezielt anzugehen".

Untersucht wurden außerdem die Themen Gesundheit, Bildung und das Recht auf Freizeit und Erholung. Hier schneidet Rheinland-Pfalz jeweils überdurchschnittlich gut ab.

"30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention stehen wir in Deutschland im Hinblick auf Kinderrechte vor einem föderalen Flickenteppich."

Mitteilung des Kinderhilfswerks

Gute Beispiele sollen Nachahmer finden

Aus den Ergebnissen des Index leitet das Kinderhilfswerk den Entwicklungsbedarf bei den Kinderrechten ab und nennt Beispiele guter Umsetzung in den einzelnen Bundesländern. Die Länder sollen mit Hilfe der Ergebnisse der Studie ihre Arbeit überprüfen und von guten Umsetzungsbeispielen aus anderen Ländern lernen können.

STAND
REDAKTION