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Nach exklusiven Informationen des ARD-Hauptstadtstudios hat sich die Regierungskoalition darauf geeinigt, dass Kinderrechte im Grundgesetz festgeschrieben werden sollen. Damit wird ein jahrzehntelanger Streit von Union und SPD beigelegt. Dabei heißt es zum Beispiel: Das Wohl des Kindes ist angemessen zu berücksichtigen. Kritiker bemängeln, dass diese Formulierung nicht so stark ist wie die in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Dort heißt es, das Kindeswohl müsse vorrangig berücksichtigt werden und nicht nur angemessen.

Die Kinderrechte sollen noch vor der Bundestagswahl im September in Artikel 6 des Grundgesetzes aufgenommen werden. Allerdings verfügt die Große Koalition allein nicht über ausreichend Stimmen für eine Grundgesetzänderung, ist also auf Stimmen aus anderen Fraktionen angewiesen.

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