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Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Internetseiten mit Kinderpornografie gemeldet worden. Das BKA fordert Internetprovider dann zum Löschen auf. Wie gut funktioniert das?

Mehr als 7.600 Mal hat das Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2019 Internetprovider aufgefordert, Seiten mit kinderpornografischen Inhalten zu löschen. Das sind 1.600 Hinweise mehr als noch im Jahr zuvor.

Mehr Hinweise, mehr Fälle?

Der Bericht, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, sagt jedoch nichts über die Dunkelziffer aus. Und ein Anstieg der Hinweise bedeutet nicht unbedingt auch einen Anstieg der Fälle. Möglicherweise ist die Bevölkerung einfach aufmerksamer und meldet sich schneller und häufiger bei den Behörden.

Jeder Hinweis, der bei Hotlines und der Polizei eingeht, wird beim BKA gebündelt. Das Bundeskriminalamt wiederum fordert dann die Internet-Provider der Seiten auf, die strafbaren Inhalte zu löschen. Die Strafverfolgung läuft parallel.

Kinderpornografie-Ermittler bei der Karlsruher Polizei - die Arbeit geht an die Substanz:

Löschen von Kinderpornografie: 80 Prozent sind nach zwei Tagen offline

In Deutschland funktioniert die Löschung laut dem Bericht gut. 80 Prozent der gemeldeten kinderpornografischen Inhalte sind spätestens nach zwei Tagen nicht mehr auffindbar.

Im Ausland dagegen dauert das länger: Nur 40 Prozent der angemahnten Inhalte sind nach einer Woche aus dem Netz verschwunden. Das Problem: Drei Viertel der Inhalte werden auf Seiten mit ausländischen Providern gemeldet, und in jedem Land ist die Rechtslage anders. Und das fängt bei der Definition von Kinderpornografie an.

Jugendliche teilen Gewaltvideos und Kinderpornos via Smartphone, berichtete SWR Aktuell Baden-Württemberg am 25.2.2020:

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