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Kaltgepresste Öle Das nussigste: Walnussöl

Einheimisches Walnussöl ist selten. Die Köche lieben es für seine intensiven Aromen. Außerdem hält Walnussöl das Gehirn und die Haut in Schwung. Wenn nur das Knacken nicht wäre...

Pfälzer Weinsteig

Hier wachsen Walnüsse!

Leinöl hat sich einen Ruf als Gesundheits-Öl gemacht. Es ist eigentlich nichts, um Speisen zu verfeinern. Dafür gibt es andere Öle: Mohnöl zum Beispiel oder Mandelöl. Fehlt uns jetzt noch Walnussöl. Sabine Schütze, SWR Umwelt und Ernährung: "Es schimmert sanft bernsteinfarben und wird von den Franzosen schon lange als Feinschmecker-Öl geschätzt. Denn dort waren Walnussbäume weit verbreitet. Inzwischen hat sich aber international herumgesprochen, dass Walnussöl wunderbar aromatisch ist.

Thomas Steger, Wonnegauer Ölmühle

Thomas Steger, Wonnegauer Ölmühle

Thomas Steger von der Wonnegauer Ölmühle: "Das Walnussöl hat diese deutlich nussige Note - ein bisschen auch mit diesen Bittertönen, die diese Walnuss hat, diese herben Töne."

Seltener Genuss: Walnussöl aus der Region

Einheimisches Walnussöl ist eine Rarität. Und das, obwohl die Ölausbeute aus den Nüssen mit rund 40 Prozent weit höher als beim Leinöl ist. Aber Walnussbäume werden hier nicht in Plantagen angebaut. Ölmühlen sind deshalb hauptsächlich auf die Ausbeute von Privatleuten angewiesen. Und dann müssen die Nüsse noch geknackt werden.

Thomas Steger: "Wir haben gute Erfahrungen mit Behindertenwerkstätten gemacht und konnten daher nach dem Ankauf und dem Knacken ein heimisches Walnussöl herstellen."

Nahrung fürs Gehirn

Walnussöl ist gesundheitlich ähnlich wertvoll wie Leinöl. Neben den richtigen Fettsäuren, enthält Walnussöl auch B-Vitamine und Mineralstoffe. Damit ist es nicht nur für Herz und Kreislauf ideal, sondern auch fürs Hirn. Ein halber Löffel Walnussöl täglich soll sogar Hautirritationen verbessern.

Gesund und lecker auch noch

Doch eigentlich sollten wir Walnussöl in erster Linie wegen seines intensiven Aromas genießen. Steger nutzt es am liebsten im Salatdressing: "Feldsalat mit Walnussöl ist der Klassiker - aber auch Wurzelgemüse passt sehr gut, das heißt Selleriesalat, Rote Beete, Karotten. Das Erdige kombiniert sich ganz gut mit dem Erdigen des Wurzelgemüses."

Auch Sören Anders, der Sternekoch aus Karlsruhe, gerät sofort ins Schwelgen: "Das nussigste Öl von den nussigen Ölen: Walnussöl. Natürlich im Salatdressing sehr herrlich oder auch im Artischockensalat - mit Walnussstücken und Apfelstücken, wo der Apfel ein bisschen die Säure bringt zum Öl. Das ist natürlich eine sehr spannende Komponente."

In Baden-Württemberg: Die Ölmühle Illingen bei Karlsruhe presst ebenfalls Walnussöl.