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Jugendschutz im Netz Sichere Apps fürs Smartphone

Was sollen meine Kinder auf dem Smartphone sehen? Ein zentrales Thema des Kongress "Net Children" in Berlin. Technische Möglichkeiten gibt es schon einige.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat vor Beginn des Fachkongresses in einem Zeitungs-Interview vorgelegt: Sie wolle veraltete Gesetze reformieren, technische Innovationen fördern und den Jugendschutz auf eine internationale Basis stellen.

Fakt ist: Der Jugendschutz hinkt der Entwicklung ständig hinterher. Fakt ist auch: Pädagogik, Technik und Gesetzgebung müssen Hand in Hand gehen.

SWR-Redakteur Sebastian Felser hat den Markt der Jugendschutz-Apps sondiert:

Möglichkeit 1 – Kinderbrowser
Hier gibt es jede Menge Angebote. Alle arbeiten mit sogenannten "Whitelists", einem Verzeichnis sicherer Internetseiten für Kinder. Alle anderen Seiten können nicht aufgerufen werden. Vorteil: Das ist super-sicher. Nachteil: Teils sind Angebote wie "Youtube" nicht verfügbar, was dazu führt, dass Kinder einfach auf den "normalen" Browser tippen.

Dennoch sind Apps wie "fragFinn", "K9" oder "Meine Startseite" vom Bundesfamilienministerium sinnvoll. Und sie sind alle verfügbar für Android sowie iOS.

Möglichkeit 2 – Launcher
Diese Programme definieren Apps, die von Kindern auf dem Smartphone aufgerufen werden können. Damit sind sie eine gute Ergänzung zu den Kinderbrowsern: So lässt sich vermeiden, dass Junior anstatt seines Kinderbrowsers einfach einen anderen nimmt. Der Vorteil liegt auf der Hand! Nachteil:"Kids Place" und "Famigo Sandbox" gibt es bisher nur für Android.

Möglichkeit 3 – Hardware-Kontrolle

Jugendschutz

Beliebt bei Jugendlichen, aber sehr umstritten: Das Portal YouNow.

Hier geht’s ans Eingemachte, denn hier lassen sich ganze Funktionsbereiche einschränken. Zum Beispiel kann die App "Vodafone Child Protect" die Kamera stilllegen, feste Telefon- und SMS-Kontakte definieren und eine Notrufnummer bei den Eltern einrichten.

Und es geht noch mehr: Eltern können die komplette Internet-Aktivitäten ihrer Kinder protokollieren mit "Norton Family", eine App, mit der auch bestimmte Internet-Seiten und Kontakte gesperrt werden können. Ob das alles aber im Sinne des Datenschutzes der Kinder ist, scheint fraglich.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit