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Viele Jugendliche sind politisch interessiert, vor allem an der Klima- und Umweltpolitik. Beim Projekt "Jugend hakt nach" geht es Jugendlichen aus Baden-Württemberg vor allem um landespolitische Themen.

Den Abgeordneten im Landtag die eigenen Ideen noch einmal vorzulegen und auch "deutlich den Abgeordneten klar zu machen, wenn man nun gar nicht zufrieden ist mit der Umsetzung" - darum geht es heute bei "Jugend hakt nach" im Stuttgarter Landtag, erklärt Jonas Haaß, der das Projekt für den Landesjugendring mitorganisiert.

Auf der Tagesordnung stehen zum Beispiel günstigere Fahrpreise für Bus- und Bahntickets, die Senkung des Wahlalters auf Landesebene und strengere Regeln für die Massentierhaltung.

Auf dem Jugendlandtag im vergangenen Jahr sei ein so genanntes "Hausaufgabenheft" erarbeitet worden, erzählt Haaß im Interview mit dem SWR. Es habe dabei auch konkrete Vorschläge für Fahrpreise im Bus- und Bahnverkehr gegeben: "Es war spannend zu sehen, wie tief viele Jugendliche schon im Thema Mobilität drin waren, wo auch die Fraktionen zugesichert haben, dass sie gern was machen wollen."

Heute wird den Forderungen Nachdruck verliehen

Man könne nur schwer sagen, die Forderungen der Jugendlichen seien im Landtag perfekt umgesetzt worden. Daher bekämen sie jetzt die Chance, noch einmal nachzuhaken, "um den Abgeordneten quasi noch einmal Inspiration mitzugeben", so Haaß.

Ein Themenbereich, der politisch interessierten Jugendlichen offenbar weniger unter den Nägeln brennt, ist der Bereich Finanzen. Jonas Haaß meint, dieser Bereich liege wohl "nicht so nah an der Lebensrealität" der Jugendlichen.

Realistisch sein - das Unmögliche fordern

Trotzdem: Auch wenn es wichtig sei, Forderungen finanziell solide zu untermauern - Aufgabe von "Jugend hakt nach" ist laut Haaß nicht in erster Linie, einen Staatshaushalt aufzustellen. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) habe die Jugendlichen aufgefordert, realistisch zu sein und das Unmögliche zu fordern. Daher forderten die Jugendlichen, was für sie aus ihrer Lebensrealität heraus ein Bedürfnis sei.

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