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James Bond "Spectre 007" im Kino Schleichwerbung mit Stil

Geschüttelt, nicht gerührt - über 50 Jahre wirbelt James Bond im Dienste seiner Majestät über Leinwände und Bildschirme. Stil und Eleganz sichert zu etwa einem Viertel das Product Placement im Film.

Bildausschnitt aus dem neuen James-bond-Film

Der neue James-Bond-Film: Daniel Craig in "Spectre 007"

Ein Beitrag von Alfred Schmit, Redaktion Wirtschaft und Soziales

Um einen James-Bond-Film zu produzieren, werden heutzutage Summen von etwa 150 bis 200 Millionen Dollar eingeplant. Und obwohl die Kino-Erlöse ein Mehrfaches wieder einspielen, kommt ein wichtiger Teil dieses Geldes aus dem Product Placement - also durch das gezielte Präsentieren bestimmter Produkte im Film. Früher nannte man das einfach nur Schleichwerbung.

Schleichwerbung heißt heute Product Placement

Ein Foto von Sean Connery als Superagent James Bond aus den sechziger Jahren, der mit einer Pistole zielt

Sean Connery gilt als beliebtester James-Bond-Darsteller

Bei James Bond-Filmen gibt es da eine echte Tradition. Zum Beispiel: Sean Connery öffnet eine Schublade - drin liegt eine Zigarettenpackung. Die Marke ist gut sichtbar. Bond guckt auf die Uhr - die Marke ist gut sichtbar. Schon zur damaligen Zeit war Product Placement Teil der Produktion.

Der neue James Bond-Film kommt am 5. November 2015 in die deutschen Kinos.

Heute ist sie perfektioniert. Sichtbar für Millionen Zuschauer, planbar und sicher. Welche Summen fließen, ist Verhandlungssache und streng geheim. Aber es dürften Millionen sein. Beim Bond-Film "Skyfall" sickerte durch, die Gesamtsumme liege bei 45 Millionen Dollar. Das wäre etwa ein Viertel der Produktionskosten.

Millionen für Luxuskarossen und -getränke, teure Uhren und Kosmetik

Christoph Waltz als Oberhauser - hier mit Lea Seydoux als Madeleine Swann - in "Spectre 007" der Widersacher von James Bond Daniel Craig

Christoph Waltz als Oberhauser - hier mit Lea Seydoux als Madeleine Swann. In "Spectre 007" spielt er den Widersacher von James Bond-Darsteller Daniel Craig.

Wahrscheinlich wurde vorab gezahlt. Ein wichtiger Punkt im Finanzierungsplan eines Films, denn die übrigen Erlöse - durch Kino und Video - kommen erst lange nach den Dreharbeiten wieder herein. Im Abspann werden übrigens alle Firmen noch einmal genannt: Juwelen, Uhren, Mode, Kosmetik, Getränke und natürlich - Autos. Alles international bekannte Marken, so wie James Bond selbst eben auch.

Übrigens: 007 ist nicht immer so markentreu wie bei seinem Lieblings-Drink. Die Firma, die am meisten zahlt und am besten verhandelt, bekommt ihr Produkt im Film platziert. Die Erben von Bond-Erfinder Ian Fleming nutzen den Wert ihrer eigenen Marke eben äußerst konsequent.

Online: Heidi Keller