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Insekten sind massiv bedroht, immer mehr Arten sterben aus. Dabei sind Insekten enorm wichtig für die Landwirtschaft, folglich auch für uns Verbraucher. Aber gerade die industrielle Landwirtschaft wird oft zum "Insektenkiller".

Immer mehr Insekten sterben immer schneller aus. Hauptfaktor für das Insektensterben ist die industrielle Landwirtschaft, so der neue Insektenatlas, den die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam herausgegeben haben.

Riesige Felder und monotone Landschaftsstrukturen stellen demnach eine der größten Bedrohungen für Insekten dar. Problematisch ist auch der Einsatz von Pestiziden. Umweltschützer fordern daher auch ein Exportverbot für Pestizide, die in Europa nicht mehr erlaubt sind.

Insektensterben - das Problem liegt auch in der Politik

Lars Krogmann, Etymologe an der Uni Hohenheim, erklärt im Audio, dass die Verantwortung für das Insektensterben aber nicht alleine bei den Landwirten liege, sondern auch an der verfehlten Preis- und Subventionierungspolitik.

Insektenhotel - Lebensraum für Insekten schaffen

Durch die Bebauung der Landschaft begrenzen wir den Lebensraum von Insekten immer mehr ein - sie finden kaum noch Brutmöglichkeiten. Steingärten und "grüne Wüsten", in denen nichts mehr blüht, werden zu lebensfeindlichen Räumen.

Ein kleine Hilfe für Artenvielfalt sind Insektenhotels. Im Video bekommen Sie eine Anleitung, wie Sie ein Insektenhotel selbst bauen können.

Warum gibt es so viele Insektenarten?

Insekten bilden die mit Abstand größte Klasse im Tierreich - sie stellen vermutlich zwei Drittel aller Tierarten überhaupt. Doch warum gibt es ausgerechnet bei den Insekten eine so große Vielfalt? Wissenschaftler haben dazu drei Faktoren ausgemacht: 1. Insekten gibt es schon sehr lange, 2. die Generationenfolge ist sehr schnell und 3. führen schon kleine genetische Veränderungen zu immer neuen Insektenarten.

Im Audio erklärt SWR-Wissenschaftsredakteur Gabor Paal die Zusammenhänge:

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