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Beim Seenotrettungs-Gipfel auf Malta haben sich die Teilnehmer auf einen Notfallmechanismus verständigt. Das Papier soll im Oktober den anderen EU-Innenministern vorgelegt werden - in der Hoffnung, dass weitere Länder sich daran beteiligen.

Die Innenminister von Deutschland, Frankreich, Italien und Malta nahmen an dem Gipfel teil. Außerdem waren EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos und die finnische Innenministerin Maria Ohisalo dabei. Finnland hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Im Audio erklärt Korrespondentin Lisa Weiß die Eckpunkte des Notfallmechanismus:

Die genauen Bedingungen sollen Anfang Oktober beim Treffen aller EU-Innenminister geklärt werden. Dort geht es dann um die Verteilquoten.

Vergangene Woche hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) angekündigt, dass Deutschland ein Viertel der Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer aufnehmen könnte.

Bisher wurde über die Verteilung gestritten

Immer wieder sind Boote mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen in Häfen von Italien und Malta abgewiesen worden. Denn bisher konnte sich die EU nicht über die Verteilung der Geretteten einigen.

Bisher hatten Deutschland und Frankreich die meisten Geretteten aufgenommen. Die Regierung Maltas hatte zu den Gesprächen eingeladen.

Menschenunwürdiges Ringen um jeden Einzelfall

Die Regierungen von Malta und Italien hatten in der Vergangenheit Booten ziviler Seenotretter die Einfahrt in ihre Häfen oft verweigert. Zuerst wollten sie wissen, wer ihnen die Geretteten "abnimmt". Bis die Verteilung für jeden Einzelfall geklärt ist, sitzen die Menschen bis heute oft tage- oder wochenlang auf den Booten fest.

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