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Nach Ansicht des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet geht es bei den anstehenden Entscheidungen in der Corona-Politik Anfang März noch nicht um Osterurlaube. Alles hänge davon ab, wie sich die Inzidenzzahlen entwickelten, sagte er im SWR Interview der Woche.

Rund zehn Tage vor der nächsten Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung dämpft Laschet Erwartungen. Ob Osterurlaube möglich seien oder nicht, sei auf der Konferenz noch kein Thema: "Am 3. März muss über den 7. März gesprochen werden. Wir müssen erstmal über das sprechen, was dann zu beurteilen ist."

Laschet sagte im SWR Interview der Woche er halte "überhaupt nichts davon, wenn man immer mit so einem großen Vorlauf schon sagt, was da eigentlich rauskommen soll." Zuletzt seien die Infektionszahlen zwar gesunken. Nun stagnierten sie aber.

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Wer wird Kanzlerkandidat?

Die Kanzlerkandidatur für die Union aus CDU und CSU hält sich Laschet weiter offen. Zu seinem 60. Geburtstag diese Woche sagte er, das sei "ein gutes Alter für vieles, also auch für Bundeskanzler".

Die Frage, wer für die Union antrete, werde er im Frühjahr zusammen mit CSU-Chef Markus Söder entscheiden. Dabei gehe es darum, wer die "größten Erfolgsaussichten" habe. "Und das bemisst sich nicht an Umfragen."

"Wer die Geschichte der CDU kennt, weiß natürlich, dass häufig die, die CDU-Vorsitzende waren, auch Bundeskanzler waren."

Armin Laschet

"Der Feind steht rechts"

Aus Anlass des ersten Jahrestages der Morde von Hanau spricht Laschet davon, dass Rassismus in Deutschland "tief in dieser Gesellschaft“ sitze. In den letzten Jahren sei durch bestimmte Parteien und Internetforen "Gift in die Gesellschaft geträufelt worden." Dem müsse man klar widersprechen, so Laschet: "Der Feind steht rechts."

Es gebe zwar auch Probleme auf der linken Seite des politischen Spektrums. "Aber die, die morden, sind zurzeit auf der rechten Seite des Spektrums, und sie sind in den Netzen unterwegs."

Laschet beschuldigt hier auch die AfD. Sie sei eine Partei, die "mindestens die Tonlage vorgibt, für die anderen, die sich dann noch mehr radikalisieren". Deshalb müsse man sich klar von der AfD abgrenzen.

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