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Hybrid-Fahrzeuge verbrauchen offenbar deutlich mehr als von den Herstellern angegeben. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Fraunhofer Instituts ISI in Karlsruhe und von Hamburger Forschern. Ausgewertet wurden Daten von 100.000 sogenannten Plug-In-Hybriden, die neben dem Verbrennungsmotor einen aufladbaren Elektromotor haben. Demnach sei der im Straßenbetrieb verbrauchte Kraftstoff bei Privatwagen doppelt so hoch wie bei offiziellen Testzyklen angegebenen. Bei Dienstwagen übersteige der Verbrauch im realen Verkehr die Testwerte sogar um ein Vierfaches.

Die Abweichungen bei den Hybrid-Autos lägen insbesondere am Fahrverhalten: Die Fahrerinnen und Fahrer nutzten den elektrischen Antrieb zu wenig, zudem würden sie die Batterie zu selten laden. Die Autoren der Studie fordern die Politik dazu auf, Kaufprämien an die überwiegende Nutzung rein elektrischen Fahrens zu knüpfen.

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