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Die Bundesregierung öffnet das deutsche 5G-Netz offenbar für Huawei. Der chinesische Mobilfunkanbieter dürfe sich am Ausbau des neuen Standards in Deutschland beteiligen, schreibt das "Handelsblatt".

Monatelang ist in Deutschland diskutiert worden, ob der chinesische Konzern Technik für den neuen Mobilfunkstandard 5G liefern darf. Die Bundesnetzagentur soll jetzt einen Beschluss formuliert haben, der das erlaubt. Eine zunächst geplante Klausel, die Huawei den Marktzugang verbietet, ist offenbar nicht mehr enthalten. Das Papier soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden, so das "Handelsblatt".

Kritik kommt auch aus den Regierungsfraktionen, unter anderem von SPD-Außenpolitiker Nils Schmid.

Vor allem die Kanzlerin soll sich dafür eingesetzt haben, berichtet die Zeitung. Angela Merkel befürchte Streit mit China. In Amerika steht der chinesische Mobilfunkanbieter auf einer schwarzen Liste. US-Präsident Donald Trump wirft dem Konzern eine große Nähe zur chinesischen Regierung und Spionage vor, wofür es bisher noch keine Beweise gibt.

Huawei arbeitet schon lange mit großen deutschen Netzbetreibern zusammen, sensible Technik des chinesischen Konzerns ist in älteren Netzen tief verankert. Für kritische 5G-Komponenten soll ein besonders hohes Sicherheitsniveau gelten, die Prüfung übernimmt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

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