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Als einen Tropfen auf den heißen Stein bezeichnet Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter das neue Förderprogramm zum Ausbau privater E-Ladestationen. Zu wenig und zu starr, so das Grünen-Fazit.

900 Euro sollen Haus- und Wohnungseigentümer bekommen, wenn sie bei sich zuhause eine eigene E-Ladestation einrichten. Das reiche zwar für den einzelnen im Normalfall ohne Probleme aus, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter im SWR, doch das Gesamtvolumen des Programms sei mit 200 Millionen Euro viel zu klein: "Das ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein; aber bei dieser Bundesregierung muss man ja froh sein, über kleinste Fortschritte", kritisierte Hofreiter.

Förderung von Ladestationen beim Arbeitgeber nicht vorgesehen

Dabei sei im März noch von einer Fördersumme von einer Milliarde Euro die Rede gewesen. Jetzt reiche das Geld nicht ansatzweise aus, wenn man bedenke, dass durch die Kaufprämie für E-Autos derzeit immer mehr Elektroautos zugelassen würden. Zudem sei die Förderung zu starr, da sie sich nur auf den privaten Bereich beziehe. Beim Arbeitgeber sei eine Förderung dagegen nicht möglich.

Bei Neubauten Leerrohre statt Ladestationen

Hofreiter kritisiert auch, dass bei Neubauten nicht ausreichend auf den Einbau von Ladestationen gesetzt werde. Hier müssten gerade mal die Mindestvorgaben der EU eingehalten werden, die ab dem 10. Stellplatz Leerrohre für die Einrichtung von Ladestationen vorsehen würden. "Das ist für einen so wichtigen Autostandort wie Deutschland viel zu wenig", so Hofreiter.

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