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Heiligabend am Sonntag Ver.di ist gegen Ladenöffnung an Heiligabend

Heiligabend fällt dieses Jahr auf einen Sonntag. Möglich wäre eine befristete Ladenöffnung der Supermärkte. Die Gewerkschaft ver.di hält solche Pläne für unzumutbar für die Angestellten.

Weihnachtsmänner im Supermarktregal

Weihnachtsmänner im Supermarktregal

An einem normalen Sonntag haben die meisten Supermärkte geschlossen. An Heiligabend 2017 aber könnten die Sonntagsöffnungszeiten genutzt werden, um zu verkaufen. Dagegen wehrt sich die Gewerkschaft ver.di. Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger hält diese Idee für "unglaublich zynisch". Sie ruft die Kunden zu einem freiwilligen Einkaufsverzicht an Heiligabend auf: "Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern."

"Es gibt einige, die aufmachen wollen"

Einkaufskorb im ALDI

Einkaufskorb im ALDI

Wann die Läden in Deutschland geöffnet haben, entscheiden die Bundesländer. Eine zeitlich befristete Öffnung an Heiligabend ist in einigen Bundesländern zulässig, sofern vor allem Lebens- und Genussmittel im Angebot sind.

Den Discounter Aldi hat ver.di jedenfalls auf seiner Seite: Alle Filialen bleiben am 24. Dezember bundesweit geschlossen. Diese Entscheidung hat auch Rewe getroffen – zumindest für die Filialmärkte, die von der Kette zentral gesteuert werden. Die rund 1.200 selbstständigen Kaufleute im Rewe-Netz könnten dagegen in Eigenregie entscheiden. "Es gibt einige, die aufmachen wollen", sagte ein Sprecher.

Tendenz: Die meisten haben geschlossen

Ob dieser Einkaufswagen auch an Heiligabend gefüllt wird?

Ob dieser Einkaufswagen auch an Heiligabend gefüllt wird?

Beim Marktführer Edeka ist die Situation eine andere: Dort wird die Mehrzahl der Märkte von selbständigen Kaufleuten geführt. Diese würden eigenständig über ihre Öffnungszeiten entscheiden, so Edeka. Insgesamt aber werden die meisten Supermärkte an Heiligabend wohl nicht öffnen. Die Sprecherin des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen, Simone Schwan jedenfalls schätzt, dass rund 80 Prozent der Läden von der Möglichkeit einer Weihnachtsöffnung keinen Gebrauch machen werden: "Im Moment sieht es so aus, als wenn die meisten geschlossen haben!"