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In den Tierheimen werden derzeit täglich neue Haustiere abgegeben. Es handelt sich dabei vor allem um die Spezies Corona-Hund. Eine ganz besondere Rasse, meint Kirsten Tromnau.

Die Sommerferien stehen vor der Tür, Reisen ist wieder möglich, und am Donnerstag endet für viele das Homeoffice. Da sind neuangeschaffte Haustiere oft hinderlich. Viele Tierheime sind schon an ihrer Belastungsgrenze: Vor allem viele Hunde und Kaninchen werden derzeit abgegeben.

Viele Tierheime wissen nicht mehr wohin mit den vielen Hunden  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)
Viele Tierheime wissen nicht mehr wohin mit den vielen Hunden picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Nun möchte ich gar nicht über die Menschen schreiben, sondern über die neue Spezies Corona-Haustier. Es handelt sich meistens um einen Hund. Dank Corona oft ohne Hundeschule oder Hundetrainer aufgewachsen. Im Hunde-Homeschooling zum Einzelprinz bzw. zur -prinzessin verzärtelt. Ein beliebter Fehler beim Ersthund, ich scheibe aus eigener Erfahrung. Durch die Homeoffice-Zeit des Halters hat das Tier auch nicht gelernt, allein zu sein.

Damit nicht genug, die Produktion an Corona-Haustier-Nachschub ist in Deutschland gerade so richtig angelaufen. Noch vor drei Monaten schien es fast aussichtslos, einen Hundewelpen zu bekommen, so groß war die Nachfrage. Schaut man jetzt in die Anzeigen, gibt es ein Überangebot an Welpen zu horrenden Preisen.

Liebe Rentner, meldet Euch!

Die Tierheime stehen vor einer großen Aufgabe, diese Hunde zu vermitteln. Denn die neue Corona-Hundegeneration braucht Menschen mit viel Zeit und Geduld, die immer zu Hause sind und Lebens- noch besser Hundeerfahrung haben. Also, liebe Rentnerinnen und Rentner, wenn Sie mit ihren Corona-Enkeln noch nicht ausgelastet sind, denken Sie über einen Corona-Hund nach.

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