Eine Frau liegt im Bett und putzt sich die Nase. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Maurizio Gambarini)

Vor allem bei älteren Menschen

Mediziner empfiehlt Grippeschutz trotz Corona-Impfung

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Gerald Pinkenburg

Sollte man sich auch gegen Grippe impfen lassen, wenn bereits ein vollständiger Schutz gegen eine Covid-19-Infektion besteht? Mediziner befürworten das.

Viele Menschen sind derzeit verunsichert, ob sie sich - trotz bestehender Covid-19-Impfung - auch gegen eine Grippe-Erkrankung impfen lassen sollen. Der Arzt und SWR-Fachjournalist Lothar Zimmermann rät vor allem bei älteren Menschen dringend zu einer solchen Impfung. "Man darf nicht denken, jetzt bin ich schon einmal geschützt, da wird mir schon nichts passieren", sagte Zimmermann. Es habe Grippewellen in Deutschland gegeben, bei denen seien 25.000 Menschen an der Erkrankung gestorben. "Das ist eine ernst zu nehmende und schwere Erkrankung." Und gerade jetzt dürfe es nicht passieren, dass eine Grippewelle ausbreche, so der Arzt.

Grippeschutzimpfungen beginnen ab Mitte September

Bereits im Februar dieses Jahres sei der aktuelle Grippeschutz-Impfstoff zugelassen worden, sagte Zimmermann. Ab Mitte September sei es möglich, sich dagegen impfen zu lassen. Sinnvoll sei es jedoch, sich im Zeitraum von Ende Oktober bis Mitte November gegen die Grippe impfen zu lassen. Denn eine Grippewelle komme in der Regel nicht vor Ende Dezember.

Der Arzt wies deutlich darauf hin, dass der Impfschutz gegen eine Grippe-Erkrankung nur bei etwa 50 Prozent liege. "Er schützt immer schlechter als der schlechteste Corona-Impfstoff." Allerdings erkrankten die Menschen, die gegen Grippe geimpft seien, weniger stark als Ungeimpfte.

Abstände zwischen Impfungen einhalten

Bei allen Impfungen, die nicht unbedingt nötig seien, sollte man einen Abstand von mindestens zwei Wochen einhalten, rät Zimmermann. Menschen, die eine dritte Impfung gegen das Coronavirus - eine sogenannte Booster-Impfung - bräuchten, sollten die Schutzimpfung gegen die Grippe zeitlich so legen, dass es nicht zum Konflikt kommen könne, appelliert der Arzt abschließend.

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