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Sind Weihnachtsgottesdienste in der Corona-Pandemie ein zu großes Risiko? Oder als "Quelle des Trostes" gerade jetzt dringend nötig?

Kurz vor Weihnachten hat die Debatte um die Zulässigkeit von Präsenzgottesdiensten in der Corona-Pandemie noch einmal Fahrt aufgenommen. Die SWR Reporter Utku Pazarkaya und Mark Kleber erklären die Pro- und Contra-Seiten im Video:

Ärzte: "Kein zusätzliches Risiko eingehen"

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst hat gefordert, an Weihnachten keine Präsenzgottesdienste zuzulassen. "Weil wir wissen, wie leicht sich das Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen kann, dürfen wir zu Weihnachten angesichts der hohen Infektionszahlen kein zusätzliches Risiko eingehen", sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert.

Katholiken: "Gottesdienste nicht pauschal verbieten"

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hält dagegen wenig von Verboten. "Die katholischen Gläubigen haben sich nie gegen vernünftige Lösungen gewandt, aber das heißt auch, dass man Gottesdienste nicht pauschal verbieten sollte", sagte Sternberg.

Steigende Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat erneut einen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 962 Menschen die mit oder an Corona gestorben sind, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht.

Außerdem wurden 24.740 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (16.12.) waren 27.728 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 952 Todesfällen verzeichnet worden.

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