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Gesundheitsminister Gröhe zum Klinikcheck "Die Politik hört hin"

Die Anliegen der Krankenhäuser werden von den Politikern ernst genommen. Das sagt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) als Reaktion auf den SWR Klinik-Check Südwest.

Von Rebecca Lüer, SWR-Hauptstadtkorrespondentin

Rebecca Lüer und Hermann Gröhe.

SWR-Korrespondentin Rebecca Lüer mit Minister Hermann Gröhe.

"Natürlich treibt uns das um", sagt Gröhe im "SWR-Interview der Woche". "Ich kenne ganz viele Bundestagsabgeordnete aller Parteien und unabhängig davon, ob sie im Gesundheitsausschuss sind, die regelmäßig im eigenen Kreiskrankenhaus zu Gast sind."

Laut dem Umfrageergebnis im SWR Klinik-Check Südwest ist eine große Mehrheit der Kliniken der Ansicht, die Politik könne ihre Probleme nicht lösen. Gröhe verweist im "SWR-Interview der Woche" auf die anstehende Krankenhaus-Reform, die Bund und Länder innerhalb eines Jahres erarbeitet haben und auf den Weg bringen wollen. Das zeige ja, dass die Politik nicht nur hinhöre, sondern auch aktiv werde.

Mehr Geld für Notfallversorgung

Durch die Reform werde auch die von den Kliniken als Verlustgeschäft monierte Notfallversorgung gestärkt. Mit zusätzlichem Geld und einer faireren Umverteilung der Mittel, dass Kliniken mit einem aufwendigeren Rund-um-die-Uhr-Angebot mehr Geld bekommen.

Zudem sei geplant, die Zusammenarbeit von kassenärztlichen Notfallpraxen und Notfallambulanzen der Krankenhäuser verpflichtend zu machen. "Mancher rennt in die Notfallambulanz des Krankenhauses, obwohl vielleicht bei der Grippe des Kindes die Notfallpraxis der bessere Ansprechpartner wäre. Und andere müssen dann warten", so Gröhe im SWR.

Kontrollen des MDK verteidigt

Die geplante Neuregelung werde die Kliniken entlasten, ist der Minister überzeugt. Er verteidigt im SWR zudem unangemeldete Kontrollen des Medizinischen Dienstes MDK der Krankenkasse, falls es Anhaltspunkte gebe, dass Qualitätsvorgaben nicht eingehalten werden.

Einige Kliniken hatten in der SWR Umfrage die ihrer Ansicht nach zu peniblen Rechnungsprüfungen des MDK kritisiert.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit