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Die Weltgesundheitsorganisation hat ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung gefordert. Millionen Mädchen und Frauen sind davon betroffen - und leiden oft ein Leben lang unter den Folgen.

Mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen weltweit sind an ihren Genitalien verstümmelt. Nach UN-Schätzungen kommen jedes Jahr rund drei Millionen Mädchen hinzu. Auch in Deutschland sind Mädchen bedroht: Schätzungen der UN gehen von 17.700 aus.

Katastrophaler Verstoß gegen Menschenrechte

Anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Ende der gefährlichen Praxis. Laut WHO sterben 25 Prozent der Mädchen und Frauen während des Eingriffs oder an den Folgen. Die Praxis sei demnach in 30 Ländern in Afrika und Asien verbreitet. Die Verstümmelungen würden religiös und kulturell gerechtfertigt. Die meisten Mädchen seien bei dem Eingriff nicht älter als 15 Jahre.

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Beschneidung mit stumpfen, ungereinigten Werkzeugen

Die Beschneidung wird oft mit stumpfen, ungereinigten Messern oder anderen Werkzeugen wie Glassscherben oder Rasierklingen vorgenommen. Dabei werden Klitoris oder Schamlippen teilweise oder vollständig entfernt - meist ohne Narkose.

Die betroffenen Frauen leiden oft ein Leben klang unter den Folgen. Unmittelbar danach seien sie von Infektionen und Blutungen bedroht. Langfristig leiden viele unter Traumata und Schmerzen.

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