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Wer Fotos oder Videos von Unfallopfern macht oder wer Frauen heimlich unter den Rock fotografiert, begeht seit dem Jahreswechsel eine Straftat. Bislang waren das Ordnungswidrigkeiten. Frauen sowie Unfallopfer sollen so besser geschützt werden.

Mit dem Jahreswechsel ist das Strafrecht geändert worden, um Frauen und Unfallopfer besser vor bloßstellenden Fotos zu schützen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) nennt es einen dreisten voyeuristischen Übergriff, Frauen heimlich unter den Rock oder in den Ausschnitt zu fotografieren. Das werde jetzt unter Strafe gestellt.

Bislang wurde das heimliche Fotografieren des Intimbereichs von Frauen allenfalls als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Künftig droht Tätern nach Anzeige ein Gerichtsverfahren, Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Das Handy des Täters kann eingezogen werden.

Auch Unfallopfer besser geschützt

Geschlossen wird auch eine Strafrechtslücke beim Fotografieren oder Filmen von Unfallopfern, die verstorben sind. Das war anders als bei überlebenden Opfern bis 2021 nicht strafbar. Den Angehörigen müsse das zusätzliche Leid erspart werden, dass Bilder ihrer verstorbenen Eltern oder Kinder auch noch verbreitet werden, sagte die Ministerin. Die Gesetzesänderung hatte der Bundestag im Sommer beschlossen.

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