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Saisonbeginn Finanzielle Achterbahn für Freizeitparks

Die Freizeitpark-Saison hat begonnen - endlich wieder Achterbahnfahren, tolle Shows angucken, sich ins Vergnügen stürzen. Damit die Parks attraktiv bleiben, sind hohe Investitionen nötig. Kleinere Unternehmen müssen sich ganz schön anstrengen, um im harten Konkurrenzkampf mithalten zu können.

Holiday Park Wassershow: "Hollywood Spectacular"

Riskantes Abenteuer: Der Betrieb von Freizeitparks

Freizeitparks boomen, die Menschen lieben es, den Alltag mit einer rasanten Achterbahnfahrt oder einem Bummel durch bonbonfarbene Phantasiewelten zu verdrängen. Und das immer häufiger nicht nur für einen Tag, sondern gerne auch für zwei oder drei.

Seit den 1990er Jahren bieten immer mehr Freizeitparks auch Übernachtungen an - im italienischen Themenhotel, in der Ritterburg, im Baumhaus. Parks, die Übernachtungen anbieten, sind klar im Vorteil. Die Besucher nehmen eine längere Anreise in Kauf, viele kommen sogar aus dem Ausland und sie geben weit mehr Geld aus, als sie es bei einem Tagesbesuch tun würden.

Teure neue Attraktionen

Holzrahmen mit Modellhäuschen und der Achterbahn-Konstruktion

Tripsdrill: Ein Freizeitpark plant eine neue Anlage

Damit die Parks attraktiv bleiben, sind hohe Investitionen nötig. Parks wie der Europapark Rust bei Freiburg können sich das leisten. Dort wurden in den vergangenen Monaten 35 Mio. Euro für neue Attraktionen und Erweiterungen ausgegeben.

Gerade kleinere Parks, ohne Übernachtungsmöglichkeiten, müssen deshalb regelrecht um ihre Besucher buhlen und ständig in Neues investieren. Nur so können sie im Konkurrenzkampf bestehen. Dabei gehe es aber nicht immer um Riesen-Sachen, sagt Ulrich Müller-Oltay, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks. Es könnte mal auch nur ein neues kleines Fahrgeschäft sein, ein neuer Themenbereich oder eine neue Show. Trotzdem geht es oft um Investitionen von hunderttausenden Euro.

Wagen mit Personen auf der Achterbahn Ringracer

Der Ringracer auf dem Nürburgring - Nach der Insolvenz der Nürburgring GmbH kaufte jetzt der Autozulieferer Capricorn den Ring. Die meisten der teuren Attraktionen will der Investor wieder abbauen lassen, heißt es. Freizeitpark adé.

Kreativität in der Nische

Die Parks müssen sich im hart umkämpften Markt voneinander abgrenzen, um ihre eigene Nische zu finden.

Majaland im Holiday Park

Biene Maja im Holiday Park

So ist auch der Holiday Park im pfälzischen Haßloch wieder auf die Beine gekommen. Vor dreieinhalb Jahren hat ein belgischer Investor den Park übernommen und brachte etliche Filmlizenzen mit. Jetzt können sich Kinder im Themenbereich "Biene Maja-Land" austoben.




Anderes Beispiel: Das Ravensburger Spieleland bietet Attraktionen rund um die Sendung mit der Maus. So werden Parks einzigartig und haben etwas, was andere nicht haben.







Wirtschaftsfaktor Wetter

Schwarze Regenschirme, darunter ein roter Regenschirm

Wenn der Erfolg ins Wasser fällt

Die wirtschaftliche Situation und die relativ niedrige Arbeitslosenquote in Deutschland stimmen viele Parkbetreiber positiv. Sie hoffen, dass die Menschen auch weiterhin Geld locker machen, um Ablenkung in den Freizeitparks zu suchen. Aber eine ganz wichtige Komponente muss mitspielen: Das Wetter. Bei Regen haben die Parks verloren. So wie im vergangenen Jahr als es bis in den Frühsommer hinein kalt und nass war. Viele Parks verzeichneten fünf bis zehn Prozent weniger Besucher.

Im Südwesten konnten viele allerdings im Sommer wieder aufholen und am Ende des Jahres doch noch ein Besucherplus verzeichnen. Zum Beispiel der Erlebnispark Tripsdrill bei Heilbronn oder der Holiday Park in Haßloch.

Für dieses Jahr sind die Betreiber optimistisch: Wenn das Wetter so bleibt wie in den vergangenen Wochen, wird die Stimmung in den Parks ganz schnell Fahrt aufnehmen.

Die Nürburgring-Affäre und ihr Freizeitpark

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