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Die CDU/CSU Länderchefs machen, was sie wollen. Einer fordert einen Brücken-Lockdown, ein anderer schreibt Mahnbriefe an seine Kollegen, ein weiterer erklärt sein Bundesland zum Modell-Land und hebt alle Corona-Maßnahmen auf. Das Getöse der potenziellen Kanzlerkandidaten nervt, meint Kirsten Tromnau.

Diese potenziellen Kanzlerkandidaten rauben einem den letzten Nerv. Was wurde da wieder an Ostern rumgetrötet und posaunt. Armin Laschet (CDU), großer Hirte des einwohnerstärksten Bundeslandes NRW, möchte einen Brücken-Lockdown. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) schreibt Briefe an seine Parteischäfchen und will gleich das gesamte Staatswesen ändern. Auch Markus Söder (CSU) verschickt Briefe als Möchtegern-Oberhirte an seine Länderkollegen und mahnt sie zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen.

Nur das kleine Saarland trötet und posaunt nicht, schreibt auch keine Briefe, sondern macht einfach. Regierungschef Tobias Hans (CDU) erklärt sein Saarland zum Modell-Land. Dort ist ab heute trotz steigender Corona-Zahlen vieles wieder erlaubt. Geschäfte, Cafés und Restaurants haben geöffnet. Möglich machte das der Junghirte Tobias Hans (CDU).

Von unser aller Oberhirtin Angela Merkel (CDU) war vergangene Woche zu hören, dass sie den Bundesländern mit mehr Zentralismus aus Berlin droht. Daraufhin lautete eine der Schlagzeilen: "Alle Macht für Merkel".

Mein Wunsch an die Kanzlerin ist, zunächst die kleinen und großen Hirten ihrer eigenen Partei zur Räson zu rufen. Erst dann und das wirklich nur als letztes Mittel die Corona-Politik unter ihren zentralen Hirtenstab in Berlin zu stellen.

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