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Tipps für die kalte Jahreszeit

Fit durch den Winter

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Der Winterblues hat einen Namen: SAD - saisonal abhängige Depression. Eine Ursache kennt die Wissenschaft auch: zu wenig Licht! Der Sehnerv hat eine Verzweigung in die Hirnregion, in der die biologische Uhr sitzt, die den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Wer buchstäblich zu wenig Licht sieht, dem befiehlt die Uhr "Nacht" und schüttet Hormone aus, die müde machen. Dagegen hilft nur eines Licht!

Der Winterblues hat einen Namen: SAD - saisonal abhängige Depression. Eine Ursache kennt die Wissenschaft auch: zu wenig Licht! Der Sehnerv hat eine Verzweigung in die Hirnregion, in der die biologische Uhr sitzt, die den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Wer buchstäblich zu wenig Licht sieht, dem befiehlt die Uhr "Nacht" und schüttet Hormone aus, die müde machen. Dagegen hilft nur eines Licht!

Wenn die Sonne draußen fehlt, hat das Solarium Hochkonjunktur. Doch das hilft nicht wirklich, denn wir brauchen das Licht in den Augen – und Augen aufmachen im Solarium ist Selbstverstümmelung. Deshalb immer wieder mal hinaus ins Freie, möglichst eine Stunde am Tag, wenn es hell ist, zum Beispiel in der Mittagspause. Eine Alternative ist eine spezielle Lichttherapie mit Lampen, die genauso intensiv sind wie die Sonne an einem schönen Sommertag. Praktischerweise wird die schädliche UV-Strahlung weggefiltert. Sie kosten allerdings ab 300 Euro.

Schlafen hält fit, vor allem wenn es jetzt so dunkel ist, brauchen wir mehr Schlaf. Als Vorbeugung gegen Infektionen funktioniert Schlaf nicht. Wer allerdings krank ist, der wird müde und soll auch schlafen. Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden und um leistungsfähig zu bleiben.

Laufen im Schnee, gegen Wind oder Wetter? Das ist gesund, gerade jetzt. Gleichmäßig mäßige Belastung stärkt das Immunsystem. Der Effekt ist ganz ähnlich wie bei der Sauna: Die Körpertemperatur steigt, der Schweiß spült vieles raus und körpereigene Abwehrstoffe werden auf Trab gebracht. Damit fängt man sich nicht so leicht was ein – und wenn, dann halten sich die Viren nicht so lang. Aber aufgepasst: Auf ungewohnte Belastung regiert der Körper mit mehr Cortisol, einem Stoff, der die Immunabwehr herunterbringt.

Hut oder Mütze ist gut, denn jeder Kopf ist ein Hitzkopf, nicht nur SC Freiburg-Trainer Christian Streich. 70 Prozent der Wärmeabstrahlung geht über den Kopf. Erkältung kommt aber von "kalt" und kalt ist jetzt schlecht. Wer friert, der schwächt sein Immunsystem. Die Durchblutung sinkt und die Abwehrzellen der Schleimhäute werden nicht mehr optimal versorgt. Dann haben die Viren leichtes Spiel.

Wo ist es jetzt so richtig schön warm? In der Sauna! Richtig saunen - inklusive Eiswasser zwischendrin - macht aus dem Körper eine Apotheke. Der produziert dann mehr Interferon, und das ist der Kampfstoff gegen Viren. Das alles ist aber nur gut, so lange man noch gesund sind. Wer schon angeschlagen ist, der bleibt besser weg. Dann ist Sauna Stress für den angeschlagenen Körper und macht alles nur schlimmer.

Ohne Vitamine ist alles nichts, aber Vitamine sind nicht alles. Durch massig Vitamine wird man nicht gesünder! Nur wer zu wenig hat, der wird leicht krank. Vitamin C ist das Erkältungsvitamin schlechthin: Das braucht man kontinuierlich, mehrmals am Tag, in kleinen Mengen. Ein Apfel hier, Orangensaft da, es ist in Sauerkraut, Paprika, Kartoffeln und Petersilie.

Mit gesunder Ernährung bekommt der Körper nicht nur ausreichend Vitamin C, sondern auch A, E und D, deren vorbeugenden Wirkung lange unterschätzt wurde. Vitamine helfen aber nicht, wenn der Hals schon kratzt. Sie wirken nur vorbeibeugend, indem sie das Immunsystem stärken. Die heiße Zitrone kann man sich ohnehin schenken: Vitamin C zerfällt nämlich bei Hitze.

Gegen echte Grippe hat der Körper keine Chance. Plötzlich hohes Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Schlimmeres. Die Influenza fordert 8.000 Grippetote jährlich – vor allem Kinder und alte Menschen. Nur impfen hilft. Der Impfstoff wird jedes Jahr neu gemixt, weil die Grippeviren sich ständig verändern. Die Nebenwirkungen sind bei neuen Impfstoff-Generationen gering. Der Schutz wird nach etwa zwei Wochen aufgebaut und hält den Winter über vor.

Schon Oma wusste: Heiße Hühnersuppe hilft, und die Wissenschaft gibt ihr heute Recht. "Omas Hühnersuppe" – die US-Version mit Karotten, Sellerie, Petersilie, Zwiebeln und mehr Gemüse, die lindert Schnupfen und Halskratzen. Das zeigt eine Studie der Universität von Nebraska. Hühnersuppe aus der Tüte tut es aber nicht.

Pfefferminz, Eukalyptus und Melisse (Foto): Die Natur ist voller hochwirksamer Mittel. Die Wirkung steckt meistens in den ätherischen Ölen. Aromatherapie macht sich das zu Nutze. Das ist getestet. Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel bestätigt die Wirkung von Ysop gegen Bronchitits und Erkältung, von Kiefernöl gegen Infekte und von Thymian gegen Bronchitis. Eukalyptus und Teebaumöl wirken gegen Viren. Viele Öle tragen auch dazu bei, dass sich der lästige Schleim besser löst. Interessanterweise wirken sie am besten, wenn man sie gerade noch so riecht.

Eine Erkältung dauert unbehandelt sieben Tage und mit Behandlung eine Woche, heißt es. Zink, Echinazin, Aloe Vera oder auch Akupunktur wird zugeschrieben, dass sie die Erkältung tatsächlich abzukürzen. Doch wissenschaftlich bewiesen ist nichts. Vielleicht liegt es daran, dass die Behandelten das Gefühl haben: "Ich habe mir etwas Gutes getan, jetzt wird es besser!"