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Wenn es bei einer Fluggesellschaft zu einem Streik kommt und Flüge deshalb ausfallen oder sich deutlich verspäten, haben Fluggäste Anspruch auf Entschädigung, so der Europäische Gerichtshof.

Ein Streik sei kein außergewöhnlicher Umstand, der eine Airline von der Haftung freistelle, so die Richter. Streiks gehörten in der Regel zum normalen, internen Betriebsgeschehen, jedenfalls dann, wenn Gewerkschaften höhere Gehälter oder bessere Arbeitszeiten durchsetzen wollen.

Streik ist kein außergewöhnlicher Umstand

Nach EU-Recht müssen Fluggesellschaften für deutliche Verspätungen nur dann nicht zahlen, wenn es sich dabei um außergewöhnliche Umstände handelt, die nicht im Einflussbereich einer Airline liegen, etwa bei Naturkatastrophen. Im konkreten Fall ging es um einen Fluggast aus Schweden. Er verlangte von seiner Airline einen Ausgleich von 250 Euro, weil sein Flug aufgrund eines Streiks gestrichen worden war. Die Airline hatte sich auf außergewöhnliche Umstände berufen. Zu Unrecht, so der EuGH.

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