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Wenn einem die Bankkarte gestohlen wird, ist das ärgerlich. Noch schlimmer ist es, wenn dadurch Geld vom Konto verschwindet. Das ist beispielsweise durch die konktaktlose Bezahlfunktion möglich. Ob in einem solchen Fall der Kunde das Risiko trägt, hat jetzt der Europäische Gerichtshof entschieden.

Beim kontaktlosen Bezahlen mit einer Bankkarte muss man bei kleineren Beträgen von bis zu 25 Euro keine PIN eingeben. Die Frage, die der Europäische Gerichtshof (EuGH) beantworten musste: Wer haftet, wenn die Karte verloren geht oder gestohlen wird, und ein Unbefugter die Karte nutzt? 

EuGH lässt Argumentation der Bank nicht gelten

Im konkreten Fall hatte die DenizBank in Österreich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Haftung auf ihre Kunden abgewälzt. Begründung unter anderem: Es sei ihr nicht möglich, die Karte für das kontaktlose Zahlen zu sperren. Der EuGH ließ diese Argumentation nicht gelten und entschied: Der Kunde haftet nicht, wenn er den Verlust der Karte seiner Bank gemeldet hat. 

Haftung bei unbefugter Kartennutzung - So ist die Rechtslage in Deutschland

In Deutschland ist ein Karteninhaber allerdings schon seit Längerem gesetzlich geschützt. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 675 v BGB) darf eine Bank oder Sparkasse die Haftung nicht auf den Kunden abwälzen für den Fall, dass ein Unbefugter die Karte benutzt. In solchen Fällen haftet grundsätzlich die Bank oder Sparkasse. Diese Haftung kann in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen auch nicht auf den Kunden übertragen werden.

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