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Die Bauernverbände in der Region begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, die Einreise von Erntehelfern in begrenztem Umfang zu ermöglichen.

Viele Betriebe seien existenziell auf ausländische Saisonarbeitskräfte angewiesen, sagte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt. Schon jetzt hätten manche Betriebe wirtschaftliche Schäden durch fehlende Erntehelfer erlitten. Die freiwilligen Erntehelfer aus Deutschland könnten die Lücke durch ausländische Saisonarbeiter derzeit nicht schließen. Vergangene Woche hatte die Bundesregierung zunächst die Einreise von Erntehelfern nach Deutschland gestoppt.

"Wir hatten zuletzt Anrufe, die schwankten zwischen Verzweiflung, Wut und Resignation. Jetzt wird sich die Lage entspannen."

Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd

40.000 Erntehelfer dürfen kommen

Am Donnerstag hatten sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) auf eine begrenzte Einreise von Erntehelfern geeinigt. Demnach soll im April und Mai jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeitern die Einreise ermöglicht werden. Sie müssen per Flugzeug einreisen und bekommen einen Gesundheitscheck.

Bauernverband Rhein-Neckar: Faire Verteilung wichtig

In normalen Zeiten unterstützen 300.000 Erntehelfer die Landwirte in ganz Deutschland. Man sei heilfroh über die jetzige Lösung, sagte der Vorsitzende des Bauernverbandes Rhein-Neckar, Wolfgang Guckert, auf SWR-Anfrage. Allerdings sollten sie fair verteilt werden. Die Betriebe müssen allerdings den Großteil der Flugkosten übernehmen.

Außerdem werden die Erntehelfer 14 Tage unter Quarantäne arbeiten und in abgetrennten Wohneinheiten untergebracht. Darauf sei man zwar vorbereitet, aber auch darauf angewiesen, dass viele Erntehelfer mit langejähriger Erfahrung die Gruppen anleiten könnten. Die Entscheidung sei ein Lichtblick, denn die Sorgenfalten der Bauern seien tief..

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