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Bei einem Bundesländer-Vergleich im Bereich Erneuerbare Energien belegt Baden-Württemberg erneut einen Spitzenplatz - obwohl es beim Ausbau der Windkraft hakt. Rheinland-Pfalz landet im Mittelfeld.

Baden-Württemberg punktet bei dem Ranking im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien besonders damit, dass es für die Energiewende günstige politische Weichen stellt. Dazu zählt unter anderem das Erneuerbare-Wärme-Gesetz. Wer seinen Heizkessel austauscht, muss anschließend zu einem gewissen Prozentsatz mit Erneuerbaren Energien heizen oder zum Beispiel dämmen. Zudem wird in Baden-Württemberg vergleichsweise viel mit Holz und Sonnenenergie geheizt.

Baden-Württemberg punktet auch bei Solarenergie

Bei der Nutzung von Solarstrom steht Baden-Württemberg den Autoren zufolge ebenfalls gut da. Das Land sei hier auch Vorbild: mit rund 100.000 Quadratmetern Photovoltaik-Fläche auf landeseigenen Gebäuden. Das ist die Haben-Seite. Gleichzeitig ist absehbar, dass das Land seine eigenen Klimaschutz-Ziele für 2020 verfehlen wird.

Bei der Windenergie liegt Rheinland-Pfalz vorne

Bei der Nutzung der Windkraft liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich jedoch ganz hinten. Hier hat das Nachbarland Rheinland-Pfalz einen deutlichen Vorsprung. Das inzwischen sechste Ranking dieser Art wurde erstellt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Die Analyse soll Stärken und Schwächen der Bundesländer beim Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich machen.

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