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Energieverbrauch und Kosten senken Automatisch sparen beim Heizen

Die meisten haben zuhause bereits die Heizung oder den Ofen an. Wenn man tagsüber nicht da ist, spart man, wenn man die Heizung programmiert. Das ist auch für Mieter möglich.

Fragen an Hans Weinreuther, Energie-Experte bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Wie kann man möglichst energieeffizient heizen und dabei den Geldbeutel schonen, besonders wenn man den ganzen Tag über nicht zuhause ist?

Das hängt davon ab, wie lange man weg bleibt. Je länger man weg ist, um so sinnvoller ist es natürlich, die Heizung runter zu regeln. Dann hängt es aber noch von anderen Faktoren ab, wie groß der Einspareffekt ist. Ganz wichtig ist die Frage, wie kalt es draußen ist - also wie groß ist die Temperaturdifferenz zwischen Innen und Außen und wie gut ist das Haus gedämmt ist.

Ein einfaches Beispiel: Wir wohnen zuhause zu zweit. Meine Frau und ich gehen beide arbeiten. Das heißt, tagsüber ist die Heizung aus und auch nachts fahren wir sie runter. Wir haben uns bei der Regelung genau überlegt, wie wir sie einstellen: Wann die Heizung morgens anspringt, wann sie ausgeht, wann sie gegen Abend wieder anläuft und wann sie schließlich zur Nacht hin ausgeht. Das heißt, man kann, wenn man einen festen Lebensrhythmus hat und häufig nicht zu Hause ist, das gut machen - sofern man den Zugriff auf die Heizungsregelung hat.

Wenn ich Eigentümer bin, funktioniert das. Aber was mache ich als Mieter?

Für Mieter ist es etwas schwieriger. Sie müssten konsequent hingehen und sich programmierbare Thermostatventile beschaffen. Die sind aber nicht sehr teuer. Man bekommt sie im Elektronikfachhandel oder in Baumärkten zum Beispiel. Es ist auch erlaubt, sie gegen die vorhandenen auszutauschen. Das geht auch mit überschaubarem Aufwand, aber man sollte sicherlich mit dem Vermieter reden.

Wie ist das bei Holzöfen? Sollte man hier alle Türen aufmachen, um auch andere Räume mit zu heizen? Oder ist es besser, nur den Raum zu heizen, in dem der Ofen steht?

Brennholz neben einem Kaminofen mit Feuer

Kaminöfen heizen mehr als ein Zimmer

Hier macht es Sinn, die Wärme möglichst breit im Haus zu verteilen. Allein deswegen, weil die klassischen Kaminöfen, die mit den Scheitholzen befeuert werden, sowieso von der Leistung her in der Regel zu groß sind für den Raum, in dem sie aufgestellt sind.

Solche Öfen haben eine Leistung von etwa fünf bis acht Kilowatt. Gerade in moderneren Einfamilienhäusern ist das auch für ein großes Wohnzimmer in der Regel viel zu viel. Deswegen: Bevor man die Wärme raus lüftet ins Freie, weil es zu warm wird, lieber die Zimmertüren öffnen und die Wärme im Haus verteilen.

Online: Heidi Keller, Christine Trück