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Energie- und Steuerpolitik Gedämmter Handwerker-Steuerbonus

Energiesparen durch Dämmen. Das fördert und fordert die Bundesregierung, dabei ist der wirtschaftliche Nutzen für Hausbesitzer und Mieter umstritten.

Ein Großteil der von der Bundesregierung geplanten Energieeinsparungen soll durch Modernisierung und vor allem durch Dämmung von Gebäuden erreicht werden. Immobilienbesitzern soll das durch höhere steuerliche Vorteile schmackhaft gemacht werden.

Weil aber die Bundesländer dadurch kein Minus machen wollen, plant die Große Koalition im Gegenzug, den beliebten Handwerker-Steuerbonus einzuschränken. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bestätigte im "ARD Morgenmagazin", es sei angedacht, dass nur noch Handwerker-Rechnungen ab 300 Euro absetzbar sein sollen.

Widerstand gegen geplante Streichung

Das vereinfacht die Steuerverwaltung und setzt Mittel frei, um sie zur Förderung der Gebäudesanierung einzusetzen. Doch der Plan stößt schon jetzt auf Widerstand, bei Handwerksverbänden und auch bei der CSU.

Ohne Steuerbonus blüht die Schwarzarbeit wieder auf, so eine Sorge. Eine andere lautet: Das komme einer Steuererhöhung gleich, weil Reparaturen auf diesem Weg teurer würden.

Gerade Mieter energetisch sanierter Häuser, die deshalb oftmals saftige Mieterhöhungen hinnehmen müssen, würden so indirekt nochmals für den Klimaschutz zur Kasse gebeten.

Was Häuser schon heute können müssen*


*Von Alice Thiel-Sonnen, Umweltredaktion

Worauf es beim Dämmen ankommt, erläutert Umweltredakteurin Susanne Henn

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit

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