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Eiswürfel-Bringdienst Eis, Baby, Eis...

Cooler Job? In Freiburg und Umgebung sorgt eine Zwei-Mann-Firma für Abkühlung, kommt dabei aber selbst ganz schön ins Schwitzen.

Von Ulrike Liszkowski

Eiskalt und Glasklar kullern Eiswürfel aus einer Maschine im Freiburger Industriegebiet Nord. Die kleine Firma "Eis-Express" produziert hier täglich etwa eine Tonne Eiswürfel. "Die Eismaschine friert das Wasser, Schicht für Schicht an den Zapfen", erklärt Roland Filusch. "Dadurch ist es so klar."

Es wird nur Leitungswasser benutzt, denn "das Leitungswasser ist in Freiburg so gut, dass man überhaupt nichts machen muss. Wir verkaufen es in Fünf-Kilo-Säcken und für die Tankstellen gibt es die Zwei-Kilo-Säcke."

Ein Grad pro Stunde

Die Säcke legt Filusch erst noch in eine der vielen Kühltruhen, die in der kleinen Halle stehen. Da werden sie vor der Auslieferung kräftig durchgefroren. "Sie müssen minus 20 Grad erreichen, damit wir sie transportieren können", so Filusch.

Je größer die Menge, desto länger bleibt es kalt. Das ist wie beim Schnee auf der Straße, wenn er zusammengeschoben wird. "Bei der Verpackung in Boxen, verliert es ein Grad pro Stunde", sagt Filusch.

Ein schweißtreibendes Geschäft

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Mit bloßen Händen packt der Eiswürfel-Lieferant die durchgefrorenen Beutel in Styropor-Boxen. Darin liefert er sie aus. An Gastronomie-Betriebe, Tankstellen, aber auch an Privatleuten, die viel Eis brauchen - vielleicht für eine Gartenparty oder ein Eisbad.

Filusch hat dafür keine Zeit - er muss im Lieferwagen Eiswürfelkisten stapeln: "Wo Eis produziert wird, entsteht Hitze, durch Bewegung sowieso noch dazu. So siehts aus." Das eiskalte Geschäft ist daher ganz schön schweißtreibend.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit und Christine Trück