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Das EU-Parlament macht einen neuen Vorstoß zur europaweiten Vereinheitlichung von Handy-Ladekabeln. Der Druck auf die Industrie müsse erhöht werden, heißt es in einer Mitteilung.

Der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold fordert gar eine verbindliche Gesetzgebung für alle Elektrogeräte unter 100 Watt. Im SWR sagte Giegold:

"Was falsch ist, ist die 'Hasenfüßigkeit‘ der EU-Kommission, die insbesondere Apple nicht zumuten will, sich dem europäischen Standard anzupassen, den ja im Handybereich alle anderen jetzt weitgehend übernommen haben.“

Sven Giegold (Bündnis90/Die Grünen)

Giegold: "Schluss mit den wirkungslosen freiwilligen Absprachen"

Apple mache jedes Jahr Milliardengewinne, so Giegold weiter, auf diese Einnahmen werde das Unternehmen nicht verzichten wollen. Deshalb sei es an der Zeit, statt der wirkungslosen freiwilligen Absprachen endlich einen verbindlichen Standard einzuführen.

Eine entsprechende Gesetzgebung ergebe auch mit Blick auf die neueste Generation kabelloser Ladegeräte Sinn, so Giegold. Auch hier würden die Hersteller ansonsten wieder eigene Wege gehen.

Kabel sollen langlebiger werden

Giegold forderte zudem Regeln für eine bessere Langlebigkeit von Kabeln: "Die brechen so leicht. Es macht auf jeden Fall Sinn, in diesem Bereich gemeinsame Ökodesign-Vorschriften zu haben. Dann bekommen wir auch Langlebigkeit.“ Zuvor hatten die Abgeordneten des Europaparlaments einheitliche Ladegeräte und -kabel für alle Mobiltelefone und andere Elektrogeräte in der EU gefordert.

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