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Am 27. Januar 2020 gab es den ersten bestätigten Corona-Fall in Deutschland. Mehr als 50.000 Menschen sind seitdem im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Eine Chronologie mit den wichtigsten Ereignissen.

Am 27. Januar 2020 ist klar: Das Coronavirus ist in Deutschland angekommen. Die erste Corona-Infektion hierzulande wird bekannt: bei einem Mann aus Bayern. Ein Jahr später sind mehr als zwei Millionen Fälle registriert. Wenige Wochen zuvor wurden die ersten Covid-19-Fälle aus dem chinesischen Wuhan publik.

Wuhan ein Jahr nach dem Corona-Ausbruch. Mehr dazu im Audio:

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Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen melden am 25. und 26. Februar erste nachgewiesene Fälle. Weitere Bundesländer folgen und am 10. März hat auch Sachsen-Anhalt als letztes Bundesland seinen ersten Corona-Fall.

SWR Extra vom 25. Februar 2020 zum ersten Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg:

Frühjahr 2020: Hygieneregeln und Händewaschen

Im März sterben die ersten Menschen in Deutschland an oder mit Corona: in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Infektionen steigt bundesweit auf mehr als 1.000.

Häufiges, gründliches Händewaschen, Abstand halten und das Tragen von Mund-Nasenschutz - zum Teil selbst genäht - bürgern sich ein.

Hamsterkäufe: Vor allem Toilettenpapier wird knapp

Bei manchen Menschen greift eine Angst um sich, bestimmte Lebensmittel oder Produkte nicht ausreichend bekommen zu können. Das Resultat der Hamsterkäufe: Regale für Klopapier, Desinfektionsmittel, Seife, Hefe, Nudeln, Mehl beispielsweise können nicht so schnell wieder befüllt werden, wie sie leer geräumt werden. Später rationieren Supermärkte manche Produkte, damit alle eine Chance haben, sie zu kaufen.

Vor allem zu Beginn der Pandemie gibt es eine große Wissbegier zu verschiedensten Ratgeberthemen:

Folgen der Hamsterkäufe Corona-Krise: Alternativen zu Klopapier - was darf ins WC?

Küchenkrepp und Feuchttücher - damit behelfen sich viele Baden-Württemberger, die wegen der Klopapier-Hamsterkäufe anderer nichts mehr abbekommen haben. Darf das zur Not in die Toilette?  mehr...

Keine Bundesliga - geschlossene Grenzen

Erste Auswirkungen auf Kultur und Sport gibt es Mitte März. Immer mehr Theater und Konzerthäuser stellen den Spielbetrieb ein - die Fußball-Bundesliga pausiert. An den Grenzen zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz gibt es Kontrollen und Einreiseverbote. In den meisten Bundesländern sind Schulen und Kitas geschlossen.

Cafés, Kneipen, Restaurants und Friseure geschlossen

Ab 22. März dürfen sich nicht mehr als zwei Menschen treffen. Ausgenommen sind Angehörige des eigenen Haushalts. Cafés, Kneipen, Restaurants, aber auch Friseure zum Beispiel müssen schließen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs verständigen sich am 15. April auf eine schrittweise Aufnahme des Schulbetriebs ab 4. Mai. Geschäfte unter 800 Quadratmetern Fläche dürfen ab 20. April wieder öffnen. Als erstes Bundesland führt Sachsen die Maskenpflicht für ÖPNV und Einzelhandel ein. Alle anderen ziehen nach. Am 22. April werden für Firmen, Arbeitnehmer und Gastronomie milliardenschwere Hilfen beschlossen.

Fußball-Stadien ohne Fans - Sport im Fitnessstudio mit Auflagen

Die Länder bekommen am 6. Mai weitgehende Verantwortung dafür, Beschränkungen zu lockern - etwa für Hotels, Gastronomie, Fahrschulen, Schwimmbäder und Fitnessstudios. Die Fußball-Bundesliga spielt ab 16. Mai wieder, allerdings in "Geister-Stadien" ohne Fans.

Im Kampf gegen das Virus geht Mitte Juni die staatliche Corona-Warn-App online. Sie soll dabei helfen, Infektionen nachzuverfolgen. Über die Monate wird sie immer weiterentwickelt.

Proteste gegen Corona-Regeln und Einschränkungen

Etwa 40.000 Menschen protestieren am 29. August in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen. Demonstranten durchbrechen die Absperrung vor dem Reichstag und stürmen auf die Treppe.

Die Infektionszahlen steigen, und die Bundeskanzlerin fordert die Menschen am 30. September zum Durchhalten auf.

"Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU)

 Herbst 2020: zweite Infektionswelle und "Lockdown light"

Die Bundesländer beschließen Anfang Oktober ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Risikogebieten. Die Zahl der Neuinfektionen überschreitet am 22. Oktober erstmals den Wert von 10.000 innerhalb eines Tages. Das Robert-Koch-Institut macht vor allem private Treffen dafür verantwortlich.

Ein Teil-Shutdown soll ab dem 2. November die zweite Infektionswelle brechen. Das bedeutet auch strengere Einschränkungen bei Kontakten und Freizeitaktivitäten. Zwischen 20:00 und 5:00 Uhr sollen die eigenen vier Wände möglichst nich mehr verlassen werden.

Dramatisierend oder politisch richtig? Was es mit Lockdown, Shutdown und Lockdown light auf sich hat

Shutdown, Lockdown, Lockdown light - diese Wörter werden während der Corona-Pandemie zurzeit ständig gebraucht. Auch wenn sie keiner richtig verwendet.  mehr...

Starke Beschränkungen im Advent, an Weihnachten und zum Jahreswechsel

Unter dem Protest Tausender in Berlin machen Bundestag und Bundesrat am 18. November den Weg für Änderungen im Infektionsschutzgesetz frei. Bund und Länder beschließen am 25. November, die Beschränkungen für persönliche Kontakte für weitere Wochen zu verschärfen. Am 27. November liegt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Deutschland nach RKI-Daten bei über einer Million.

Als erstes Land der Welt erteilt Großbritannien dem Impfstoff von Biontech und Pfizer am 2. Dezember eine Notfallzulassung und startet kurz darauf seine Impfkampagne.

Der seit November geltende Teil-Lockdown reicht nicht aus. Mitte Dezember muss der Einzelhandel mit wenigen Ausnahmen schließen.

21. Dezember: Zum Schutz vor einer infektiöseren Virus-Variante dürfen keine Passagierflugzeuge aus Großbritannien mehr in Deutschland landen.
Der Corona-Impfstoff von Biontech erhält die bedingte Marktzulassung in der EU. Somit können die Impfungen beginnen.

Heiligabend im Zeichen der Pandemie. Familienfeiern sollen klein bleiben, Christmetten wenn überhaupt nur auf Abstand stattfinden. Zudem wird die in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus erstmals auch in Deutschland nachgewiesen, nämlich in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg

Frau war am 20. Dezember aus Großbritannien eingereist Erster deutschlandweiter Fall von Coronavirus-Mutation in Baden-Württemberg nachgewiesen

Bei einer Frau, die am 20. Dezember 2020 aus Großbritannien nach Baden-Württemberg eingereist ist, wurde heute die mutierte Variante des Coronavirus nachgewiesen.  mehr...

Impfungen gegen Coronavirus beginnen in Deutschland 

Einen Tag vor dem offiziellen Impfstart in Deutschland werden am 26. Dezember in einem Seniorenzentrum in Sachsen-Anhalt eine 101 Jahre alte Frau und etwa 40 weitere Bewohner geimpft.

Deutschland startet relativ ruhig ins neue Jahr 2021, denn der Verkauf von Silvesterfeuerwerk war verboten.

Bis zum 15. Januar sind in Deutschland mehr als zwei Millionen Corona-Fälle gemeldet geworden. Vier Tage später verlängern Bund und Länder die Corona-Einschränkungen bis Mitte Februar 2021. Die besser schützenden FFP2-Masken oder OP-Masken müssen in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen getragen werden.

22. Januar: Mehr als 50.000 Menschen sind an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektion gestorben.

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