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Der Bundestag hat die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen. Es soll dazu beitragen, dass der Ausbau von Strom aus Wind und Sonne deutlich schneller vorankommt als bisher.

357 Abgeordnete stimmten dafür, 260 dagegen, es gab eine Enthaltung. Mit der Reform soll der Ausbau von Ökostrom-Anlagen in Deutschland vorangetrieben werden. Die jetzige EEG-Reform soll nach Zustimmung des Bundesrats am 1. Januar in Kraft treten.

Der CDU-Energiepolitiker Joachim Pfeiffer sagte im Bundestag, Kommunen würden gestärkt und das EEG entbürokratisiert. Scharfe Kritik kam dagegen von der Opposition und von Verbänden. Den Grünen fehlen vor allem neue Ausbauziele. Fraktionsvize Oliver Krischer sprach von einer "Bankrotterklärung" und einem "Armutszeugnis".

Windräder sollen länger gefördert werden

Das neue Gesetz sieht vor, dass Kommunen, in denen neue Windräder gebaut werden, davon finanziell stärker profitieren können. Außerdem soll es sich mehr lohnen, wenn man sich eine größere Solaranlage auf das Dach baut und den Strom selbst nutzt.

Auf den letzten Metern hatten sich Union und SPD auch noch darauf geeinigt, dass alte Windräder etwas länger gefördert werden - auf niedrigerem Niveau. Bisher galt: Die Förderung läuft nach 20 Jahren aus.

Deshalb hatte die Windbranche Alarm geschlagen. Ihre Prognose war, dass viele Windräder ohne Förderung nächstes Jahr abgeschaltet werden, weil sich der Betrieb dann nicht mehr lohne.

Einhaltung der Klimaziele angestrebt

In diesem Jahr lag der Anteil von Ökostrom in Deutschland bei 46 Prozent - ein deutlicher Sprung nach oben. Der Boom hat aber auch mit der Corona-Pandemie zu tun. Nur mit nochmals deutlich mehr Ökostrom wird Deutschland seine Klimaziele in den nächsten Jahren einhalten können.

Das Land braucht den Ökostrom unter anderem, um damit E-Autos zu laden, klimaschonende Heizungen zu betreiben oder um damit grünen Wasserstoff herzustellen und so Energie speichern zu können.

Das Bundeskabinett hatte die Reform des EEG im September beschlossen:

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