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Digitale Sporthelfer Fitness-App gegen Weihnachtsspeck

Für den schnellen Sport zwischendurch: Fitness-Apps für das Smartphone sollen helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden.

14.598 - so viele Treffer zeigt das Smartphone bei der ersten groben Suche nach einer "Fitness App" an. Von "7 Minuten Training" über "MyFitnessPal" bis zu "Täglich Bauchmuskeltraining". Viele der kleinen Trainingsprogramme fürs Smartphone gibt es da auf den ersten Blick sogar umsonst. Andere kosten ab 1,99 Euro aufwärts. Das geht bis zu zehn Euro.

Allen gemeinsam aber ist, dass sie dabei helfen sollen, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich mehr zu bewegen. Zumal jetzt im Winter und vor Weihnachten, wo all überall Glühwein, Stollen oder Bratwurst locken. Und einen das nasskalte Wetter nun auch nicht gerade dazu motiviert etwa die Laufschuhe zu schnüren.

Mindestens 10.000 Schritte

Dabei sollten es 10.000 Schritte pro Tag - also ungefähr acht Kilometer - schon sein, die man auf eigenen Füßen zurücklegen sollte, raten Mediziner. Denn Herz und Kreislauf werden nur gestärkt, wenn sie regelmäßig trainiert werden. Für Hundebesitzer wohl kein Problem, aber was mache ich, wenn ich eine Katze habe?

Verschiedene Zeitungen und Zeitschriften haben Fitness-Apps und auch die neuen Tracking-Fitness-Armbänder inzwischen bereits getestet. Wichtigstes Ergebnis dabei: Die kleinen elektronischen Bewegungs-Motivatoren schaden zumindest nicht. Im Gegenteil - sie können sogar richtig Spaß machen.

Sichtbarer Erfolg schon nach Wochen

Gelobt wird etwa das "7 Minuten Workout-Training", bei dem nacheinander zwölf verschiedene Übungen jeweils eine halbe Minute lang mit zehn Sekunden Pause absolviert werden und so garantiert sein soll, dass alle wichtigen Körper- und Muskelpartien beansprucht werden. "Sichtbarer Erfolg bereits nach wenigen Wochen", schreibt da ein Nutzer.

Oder die App "Yoga.com studio", die einem mithilfe von kurzen Anleitungsvideos an die 300 verschiedenen Positionen zum bequemen Training daheim näherbringen soll. Inklusive der richtigen Atmung . "Von absolut begeistert" bis "nicht sonderlich überzeugend" lautet hier das Echo im Netz über die immerhin fast 3,60 Euro teure App.

Was taugen Fitness-Apps?

Rund um die Außenalster

Im Selbstversuch joggte Hobby-Marathonläufer und Spiegel-Redakteur Hilmar Schmundt in Hamburg rund um die Außenalster und ließ sich dabei von der App "Runtastic" anleiten. Die App eines österreichischen Unternehmens ist eine der beliebtesten Fitness-Apps auf dem Smartphone.

Zu Recht, wie Schmundt schreibt, dem es gelang, mit Hilfe des elektronischen Bewegungsmelders seine Trainingszeiten innerhalb weniger Wochen stark zu verbessern.
Inzwischen nutze er "Runtastic" nicht mehr täglich, wohl aber regelmäßig.

Fazit: Schmundt räumt ein: "Manchmal fühle ich mich beim Losrennen ohne Handy wie auf Drogenentzug und irgendwie nackt." Man kann also anscheinend auch nach Fitness-Apps süchtig werden.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit