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Das Wahl-ABC T wie Generation Trittin



Seit es die GRÜNEN gibt, gibt es auch sie: Jürgen Trittin, Renate Künast, Claudia Roth. Immer irgendwie an der Spitze, gefühlt seit einer Generation. Sie haben nie gegeneinander Karriere gemacht, haben sich gegenseitig gestützt, abgesichert und andere weggebissen.

Wird ein Spitzenkandidat gesucht: die drei finden ihn untereinander. Das ist wie Hölzchen ziehen, aber ohne dass einer dabei verliert. Parteichefin, Minister, Spitzenkandidat. Wo die Generation Trittin ist, da ist oben. Die Partei lässt sich das gefallen.

Trittin gibt den garstigen Linken, doch keiner kann so elegant in Dienstwagen steigen und Verzicht predigen. Künast, die redefreudige Aggressive, sie braucht eines nicht: Freie Zeit - sie braucht eines dagegen sehr: Öffentlichkeit und Ämter. Und Roth, die dauerempörte Parteichefin, sie ist so etwas wie die Mutter aller Empörung, etwas zu schrill, etwas zu laut: Generation Trittin eben.

Besser geht es nicht. Gemeinsam sind sie stark. Gemeinsam bleiben sie oben. Darum ging es die letzten 25 Jahre. Die drei - aber auch andere - kämpfen ihren letzten Kampf. Gewinnen sie, werden sie Minister und Staatssekretäre. Beschäftigung gesichert. Scheitert Rot-Grün: dann war es das für die Generation Trittin.

Autoren: Frank Wahlig/tk

Das Wahl-ABC