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SWR PoliTrend Große Parteien gewinnen - kleine verlieren

Wenn schon am 8. September Bundestagswahl gewesen wäre, könnten CDU und SPD in Rheinland-Pfalz gegenüber der Wahl 2009 zulegen. Die Grünen könnten sich kaum verbessern, FDP und Linke müssten Stimmenverluste hinnehmen.

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Nach der aktuellen PoliTrend-Umfrage des SWR-Magazins "zur Sache Rheinland-Pfalz!" ist die Stimmung besonders günstig für die CDU: Sie würde gegenüber dem Landesergebnis von 2009 um 10 Prozentpunkte zulegen und erreichte 45 Prozent der Stimmen. Damit läge sie 4 Prozentpunkte über dem aktuellen Bundesdurchschnitt von 41 Prozent. Auch die SPD würde bei den Bundestagswahlen in Rheinland-Pfalz um 6,2 Prozentpunkte gegenüber dem Landesergebnis von 2009 zulegen. Mit 30 Prozent der Stimmen läge sie damit auch 4 Prozentpunkte über dem aktuellen Bundesdurchschnitt von 26 Prozent.

Herbe Verluste für FDP und Linke

Die Grünen im Land legen laut Umfrage 0,3 Prozentpunkte gegenüber 2009 zu und erreichen 10 Prozent. Damit lägen sie 1 Prozentpunkt unter dem Bundesdurchschnitt von 11 Prozent. Die FDP, die 2009 mit 16,6 Prozent ein Rekordergebnis bei den Bundestagswahlen in Rheinland-Pfalz eingefahren hatte, würde laut Sonntagsfrage 11,6 Prozentpunkte verlieren und mit 5 Prozent den Einzug in den Bundestag knapp erreichen. Damit läge die FDP in Rheinland-Pfalz exakt im aktuellen Bundestrend von 5 Prozent.

Auch die Linke hätte Verluste hinzunehmen: Sie verlöre 7,4 Prozentpunkte und erreichte 2 Prozent (2009: 9,4 Prozent). Bei der Sonntagsfrage liegt die Linke 6 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt von 8 Prozent.

Die AfD (Alternative für Deutschland), die erstmals bei Bundestagswahlen antritt, erreichte in Rheinland-Pfalz 3 Prozent der Stimmen und läge damit im Bundesdurchschnitt. Die Piraten erreichten in Rheinland-Pfalz und im Bund weniger als 3 Prozent der Stimmen und fielen damit unter die sonstigen Parteien, die in Rheinland-Pfalz 5 Prozent ausmachten und im Bund 6 Prozent.

Sonntagsfrage zur Landtagswahl: Knappe Mehrheit für Rot-Grün

Wenn am Sonntag Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz wären, bliebe die CDU mit 43 Prozent unverändert stärkste politische Kraft im Land. Die SPD könnte ebenfalls unverändert wie in der PoliTrend-Aprilumfrage mit 34 Prozent rechnen, während die Grünen 2 Prozentpunkte verlören und derzeit 10 Prozent erreichen. Damit hätte Rot-Grün nur noch eine knappe Mehrheit im Landtag.

Die FDP verfehlte mit 3 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag, könnte aber einen Prozentpunkt zulegen. Ebenfalls unter der Mandatsschwelle lägen die Piraten mit 3 Prozent. Damit könnten sie gegenüber der Aprilumfrage 1 Prozentpunkt zulegen. Die AfD würde 3 Prozent erreichen und legte ebenfalls 1 Prozentpunkt zu. Die Linke bliebe unverändert bei 2 Prozent.

Dreyer bei Direktwahlfrage deutlich vor Klöckner

Politrend

Dreyer ist beliebter als Klöckner (l)

Könnten die Rheinland-Pfälzer ihre Ministerpräsidentin direkt wählen, würden sich 47 Prozent für Malu Dreyer (SPD) entscheiden. Das sind 2 Prozentpunkte weniger als bei der PoliTrend-Umfrage im April 2013. Die CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner käme auf 27 Prozent der Stimmen und verlöre 4 Prozentpunkte. Damit liegt die amtierende Ministerpräsidentin Dreyer 20 Prozentpunkte vor der CDU-Herausforderin.

Gut die Hälfte der Bevölkerung (53 Prozent, +3 gegenüber Mai 2012) ist sehr zufrieden oder zufrieden mit der Arbeit der rot-grünen Landesregierung. 44 Prozent kommen zu einem kritischen Urteil. Das sind 3 Prozentpunkte weniger als im Mai 2012.

Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation

Die aktuelle konjunkturelle Situation des Landes wird von der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz ausgesprochen positiv eingeschätzt, zwei Drittel (66 Prozent) halten sie für sehr gut oder gut. Damit liegen die Rheinland-Pfälzer im Deutschland-Trend. Noch etwas positiver als die allgemeine Wirtschaftslage wird die eigene wirtschaftliche Situation gesehen, die gut drei Viertel (78 Prozent) als sehr gut oder gut erachten.

Die Daten basieren auf einer repräsentativen Telefon-Umfrage des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap unter 1.000 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern (Erhebungszeitraum: 29. August bis 2. September. Die Vergleichszahlen für den Bundestrend stammen aus einer repräsentativen bundesweiten Umfrage von Infratest dimap. Erhebungszeitraum: 27. bis 28. August)