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Porträt Manuel Höferlin (FDP) "Bin mit meinen Themen genau richtig"

von Martin Heuser

Digitalisierung und Innere Sicherheit - das sind die persönlichen Lieblingsthemen des FDP-Spitzenkandidaten Manuel Höferlin. Der 44-jährige Rheinhesse will damit wieder zurück in den Bundestag.

3:14 min | Do, 14.9.2017 | 20:15 Uhr | Zur Sache Rheinland-Pfalz | SWR Fernsehen RP

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Porträt

Unterwegs mit Manuel Höferlin

Im Wahlkreis Worms war der Spitzenkandidat der FDP, Manuel Höferlin auf Wahlkampftour. Die Zur Sache Rheinland-Pfalz hat ihn begleitet.

Eigentlich hatte er selbst nicht so richtig damit gerechnet, 2009 in den Bundestag einzuziehen. Da stand er noch auf Platz 5 der rheinland-pfälzischen Landesliste, alles andere als eine aussichtsreiche Position. Doch die FDP holte 14,6 Prozent und der selbstständige IT-Unternehmer aus Harxheim (Kreis Mainz-Bingen) zog in den Bundestag. Vier Jahre später - da stand er schon auf Listenplatz 3 - war alles wieder vorbei: Die FDP scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde.

Höferlin musste sich wieder in seinen Beruf zurückkämpfen. "Mein Vorteil war, dass ich mich im Thema Digitalisierung und Internetmarkt gut auskenne", sagte er im Gespräch mit "SWR Aktuell.de". Während seines Jura-Studiums in Mainz bastelte er für die Fachschaft ein Computernetzwerk zusammen, inzwischen berät er mittelständische IT-Unternehmen. Dabei geht es auch darum, den Unternehmen Gehör in Politik und Parteien zu verschaffen - also um Lobbyarbeit. So ist der Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) einer von Höferlins Kunden.

Schwerpunkte Digitalisierung und Innenpolitik

Die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Bildung habe ihn "schon immer beschäftigt", sagt Höferlin. Die Digitalisierung werde das Leben der Menschen "bis in den letzten Winkel" prägen - vom selbstfahrenden Auto bis zum ortsunabhängigen Home-Office. Hier müsse die FDP aktiv die Themen mitgestalten. Den Mittelstand bei der Digitalisierung zu unterstützen sei eine "Herkules-Aufgabe" zukünftiger Politik. Die große Koalition habe dagegen nicht verstanden, wie die Zukunft des Arbeitsmarktes und die Zukunft der Familie und Gesellschaft aussehe, kritisierte er bei seiner Vorstellungsrede auf dem Landesparteitag im November.

Sein anderer Schwerpunkt ist die Innenpolitik, genauer das Spannungsverhältnis von Innerer Sicherheit und persönlicher Freiheit. "Mit meinen Themen bin ich im Moment genau richtig", meint der dreifache Familienvater.

"Voll im Wahlkampfmodus"

Neun Monate saß er in der Programmkommission der Liberalen. Ende April wurde das Bundestagsprogramm beschlossen. Seither ist er "voll im Wahlkampfmodus". Die Entscheidung, es wieder mit der Bundestagskandidatur zu versuchen, sei gemeinsam mit seiner Frau, die ebenfalls selbstständig ist, gefallen. Das bedeutet auch, wieder weniger Zeit für die Familie und sein Hobby zu haben - die Imkerei. Drei Völker hält er im eigenen Garten, sechs weitere sollen in diesem Sommer dazukommen. "Vielleicht nehme ich sie mit nach Berlin", schmunzelt er.

Zur Arbeit, Familie und Hobby kommen auch noch seine Aufgaben als Gemeinderat in Harxheim, Kreisvorsitzender in Mainz-Bingen und als Mitglied im FDP-Bundesvorstand.

Höferlin gilt als direkter Typ und er selbst will sich als Teamplayer verstanden wissen. "Ich bin Spitzenkandidat in einem Spitzenteam", sagt er im SWR.de-Gespräch. Zum Team zählen noch Sandra Weser (Betzdorf), die Vizepräsidentin der SGD Nord, auf Platz 2 und der Südpfälzer Mario Brandenburg auf dem 3. Platz. Zumindest Höferlin und Weser können aktuelle Umfragen zufolge mit einem Einzug in den Bundestag rechnen.

Manuel Höferlin wurde 1973 in Paris geboren und kam mit fünf Jahren nach Harxheim, wo er heute mit Frau und drei Kindern lebt.

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