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Nach dem Wahlergebnis Klöckner will auf AfD-Wähler zugehen

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner will nach der Bundestagswahl auf die Wähler der AfD zugehen. "Es sind nicht alles 'Nazis', die die AfD gewählt haben."

Julia Klöckner von der CDU

Julia Klöckner

"Wenn wir das glauben würden, dann würde man sich von einem sehr, sehr großen Teil von Wählern, die eigentlich in der Mitte verortet sind, verabschieden", sagte Klöckner im SWR. Sie beklagte gleichzeitig selbst eine Diffamierung aus dem linken politischen Spektrum bei bestimmten Themen: "Wir merken es auch in Rheinland-Pfalz zum Beispiel, dass Rot-Grün sofort eine eine ausländerfeindliche oder islamophobe Keule rausholt, wenn wir darüber reden, dass Frauen Probleme haben, wenn arabisch-fundamentalistisch geprägte Männer sie nicht respektieren, zum Beispiel als Lehrerin."

Klöckner für "Maß und Mitte"

Klöckner verwahrte sich aber gegen den Vorwurf, damit einfach Positionen der AfD zu übernehmen. Es gehe darum, "mit Maß und Mitte", deutlich zu machen, "dass keine Religion über unserem Grundgesetz steht." Das sei etwas anderes, als was die AfD tue, die bei den Bürgern Ängste schüre.

Angesichts des schwachen Ergebnisses für die Union sagte Klöckner, es gebe Verschiebungen mit den enormen Zuwächsen für FDP und AfD - unter diesen Umständen sei es Angela Merkel zu verdanken, dass die CDU auch nach diesen Verschiebungen stärkste Kraft sei.

Klöckner bei Jamaika-Verhandlungen dabei

Der Deutschen Presse-Agentur sagte Klöckner, sie halte es für verfrüht, nach der Bundestagswahl schon über das Ergebnis einer Koalition zu sprechen. "Wir müssen erstmal miteinander reden und untereinander reden. Es wäre auch eine Koalition mit der SPD rein rechnerisch möglich." Dem SWR bestätigte Klöckner, dass sie an den Verhandlungen mit der FDP und den Grünen über eine Jamaika-Koalition teilnimmt.

Die Wahl in Rheinland-Pfalz