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Dank Überhang- und Ausgleichsmandaten Mehr RP-Abgeordnete nach Berlin

Dem neuen Bundestag werden nach Angaben des Landeswahlleiters 37 Abgeordnete aus Rheinland-Pfalz angehören. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate wird der Bundestag größer, wovon auch Rheinland-Pfalz profitiert.

Abgeordnete sitzen im Plenarsaal des deutschen  Bundestages.

Der Bundestag wird größer

Das Bundesland wird sechs Abgeordnete mehr als in der letzten Legislaturperiode nach Berlin schicken. Im neu gewählten Parlament werden künftig insgesamt 709 Abgeordnete sitzen.

Die CDU muss zwei Mandate abgeben. Deshalb schaffen nur die 14 Bewerber den Sprung ins Parlament, die ihre Wahlkreise direkt gewonnen haben. Darunter sind drei Neulinge. Der bisherige Abgeordnete Xaver Jung verpasste trotz Listenplatz 8 den Wiedereinzug in den Bundestag.

Die SPD erhält neun statt bisher zehn Mandate. Damit kann der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) auf Listenplatz 10 nicht nach Berlin ziehen. Als einziger SPD-Kandidat schaffte es Gustav Herzog, wieder das Direktmandat im Wahlkreis Kaiserslautern zu gewinnen.

Die Linke schickt erstmals drei statt zwei Parlamentarier in den Bundestag. Die AfD entsendet vier Abgeordnete, ebenso viele wie die FDP. Die rheinland-pfälzischen Grünen können wieder ihre bisherigen drei Mandatsträger nach Berlin schicken.

Barley verbessert sich gegen den Trend

Barley am Rednerpult

SPD-Kandidatin Katarina Barley legte gegen den Trend zu

CDU und SPD verloren aber auch bei den Direktmandaten fast überall in Rheinland-Pfalz Stimmen. Der einzige Wahlkreis, in dem sich eine Kandidatin der Volksparteien CDU und SPD verbessern konnte, ist der Wahlkreis Trier. Familienministerin Katharina Barley von der SPD holte zweieinhalb Prozentpunkte mehr als 2013. In den 14 restlichen Wahlkreisen verloren alle Direktkandidaten der großen Parteien deutlich an Stimmen. Im Wahlkreis Ahrweiler verlor CDU-Kandidatin Mechthild Heil mit fast 13 Prozentpunkten am deutlichsten an Zustimmung. SPD-Kandidat Marcus Held bekam im Wahlkreis Worms fast zehn Prozent weniger Stimmen als bei der letzten Bundestagswahl. Er war im Wahlkampf wegen Grundstücksgeschäften in seiner Heimatstadt Oppenheim in die Kritik geraten.

Diese Abgeordnete ziehen in den Bundestag ein

ParteiAbgeordnete
CDUErwin Rüddel (Neuwied), Mechthild Heil (Ahrweiler), Josef Oster (Koblenz), Peter Bleser (Mosel/Rhein-Hunsrück), Antje Lezius (Kreuznach), Patrick Schnieder (Bitburg), Andreas Steier (Trier), Andreas Nick (Montabaur), Ursula Groden-Kranich (Mainz), Jan Metzler (Worms), Torbjörn Kartes (Ludwigshafen/Frankenthal), Johannes Steiniger (Neustadt-Speyer), Anita Schäfer (Pirmasens), Thomas Gebhart (Südpfalz)
SPDGustav Herzog (Kaiserslautern), Andrea Nahles, Katarina Barley, Marcus Held, Doris Barnett, Thomas Hitschler, Gabi Weber, Detlev Pilger, Angelika Glöckner
AfDSebastian Münzenmaier, Heiko Wildberg, Andreas Bleck, Nicole Höchst
FDPManuel Höferlin, Sandra Weeser, Mario Brandenburg, Carina Konrad
Grüne Tabea Rößner, Tobias Lindner, Corinna Rüffer
LinkeAlexander Ulrich, Katrin Werner, Brigitte Freihold

Die Wahl in Rheinland-Pfalz