Bitte warten...

Das Wahl-ABC H wie Häuserwahlkampf



"Mutti, Mutti, der Mann von der SPD ist da!", das könnte an deutschen Haustüren derzeit öfter zu hören sein. Peer Steinbrück mobilisiert seine Partei und schickt sie quasi ins Herz des Wählers. Also direkt auf die heimische Ledercouch. Andere Parteien halten sich bei Hausbesuchen eher dezent zurück.

Für die Genossen ist der Häuserwahlkampf aber eine Schlüsselstrategie. Alles auf Grundlage einer ganz einfachen Rechnung: 1998 waren es 20 Millionen SPD-Wähler und 2009 nur noch 10 Millionen, das heißt für Peer Steinbrück, da sind 10 Millionen Wähler, die die SPD schonmal erreicht hat. Und die will sie jetzt in Deutschland suchen. Vielleicht besser mit Lupe ... sind ja schwer genug zu finden. Und Peer Steinbrück kommt dann quasi per Expresslieferung in die Haushalte und erntet dabei wahrscheinlich ähnliche Reaktionen wie der berühmte Postbote mit dem Schuh-Paket.

Dieser Freudenschrei könnte dann bis zum 22. September ungefähr 5 Millionen mal zu hören sein. So viele Hausbesuche will die SPD nämlich machen. Klar nicht alle von Peer, das wär nicht zu stemmen. Aber die Genossen haben ja noch ein paar mehr Mitglieder. Vorsicht also an der Tür: Manch harmlose Marmeladenverkäuferin könnte sich doch als SPD-Mitglied entpuppen. Mit natürlich roter Erdbeermarmelade im Gepäck ziehen einige Wahlkämpfer nämlich besonders gerne von Tür zu Tür.

Autoren: Johannes Striet/tk

Das Wahl-ABC