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Das Wahl-ABC G wie Glamourfaktor



Viel Glamour gibt es zur Zeit nicht in der deutschen Politik. Die Bundeskanzlerin geht einmal im Jahr zu den Bayreuther Festspielen, festlich gekleidet (dieses Jahr ganz in blau) den Rest des Jahres lebt Angela Merkel aber die ganz normale Normalität.

In den Wahlkampfbroschüren der CDU stellt sich die Kanzlerin als begeisterte Köchin dar, Rouladen und Kartoffeln haben es ihr angeblich angetan und ihr Mann ist selten enttäuscht heißt es, nur auf dem Kuchen sind ihm immer zu wenig Streusel. Glamour geht anders, ist aber auch bei der Konkurrenz nicht wirklich verbreitet.

SPD-Mann Peer Steinbrück gibt sich im Wahlkampf volksnah, besucht zum Beispiel eine Wohngemeinschaft in Berlin und bringt wenig glamourös einen Kasten Bier mit. FDP-Spitzenmann Rainer Brüderle spricht am liebsten über die Brot- und Butterthemen der Liberalen; Jürgen Trittin geht auf Paddeltour baden und gibt den begossenen Pudel und die Linken, auch hier kein Glamour weit und breit. Da hilft auch Sahra Wagenknecht nicht.

Das Glamouröse scheint mit dem Abschied von den Guttenbergs die deutsche Politik gänzlich verlassen zu haben. Die Wähler wollen es offensichtlich bodenständig. Im Wahlkampf geht der Glamourfaktor deshalb gegen Null und Bayreuth ist für dieses Jahr ja auch schon vorbei.

Autoren: Mathias Zahn/tk

Das Wahl-ABC